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Hundefutter bei Stiftung Warentest und Öko-Test: die Ergebnisse

Im aktuellen Trockenfuttertest der Stiftung Warentest (test 8/2025) ist nur rund jedes dritte von 24 Futtern empfehlenswert. Öko-Test vergab im November 2024 sechsmal „sehr gut“ und dreimal „ungenügend“. In beiden Tests liegt ein günstiges Supermarktfutter vorn: 4Paws Sunny Hills.

Viele Futtersäcke und Dosen aus Enricos Hundefutter-Tests, ein Hund schnüffelt daran

Stiftung Warentest: Trockenfutter-Test 2025

Der aktuelle Test erschien in test 8/2025 (online am 24.07.2025) unter dem Titel „Gutes Futter gibt es günstig“. Geprüft wurden 24 Alleinfutter für ausgewachsene Hunde, alle trocken. Fünf davon werben als „sensitiv“, zwei tragen das EU-Bio-Siegel.

Das Ergebnis in Kürze:

  • Die Noten reichen von „Sehr gut“ bis „Ausreichend“. Kein Futter ist mangelhaft.
  • Nur rund jedes dritte Futter ist empfehlenswert, darunter ein Bio-Futter.
  • Der Testsieger erreicht „Sehr gut“. Laut Herz für Tiere ist das 4Paws Sunny Hills aus dem Edeka-Verbund für rund 70 Cent am Tag. Auch Eigenmarken von Aldi, Lidl und Netto schneiden dort gut ab.
  • Mehrere gute Futter kosten nur 25 Cent pro Tagesration.
  • Mehrausgaben für Sensitiv-Futter lohnen sich laut Stiftung Warentest oft nicht.

So gewichtet die Stiftung Warentest:

PrüfpunktAnteil an der Note
Ernährungsphysiologische Qualität60 %
Fütterungshinweise15 %
Schadstoffe10 %
Deklaration und Werbeaussagen10 %
Nutzerfreundlichkeit der Verpackung5 %

Gerechnet wird mit einem ausgewachsenen, mäßig aktiven Modellhund von 15 Kilo, orientiert an den Bedarfswerten des National Research Council und der FEDIAF. Das Labor prüfte Blei, Arsen, Kadmium, Quecksilber und Acrylamid. Futter mit Getreide unter den ersten drei Zutaten wurden zusätzlich auf Schimmelpilzgifte untersucht, Salmonellen fanden sich in keinem Futter. Wichtig für die Einordnung: Ist die Nährstoffversorgung nur „befriedigend“ oder schlechter, kann auch das Gesamturteil nicht besser sein.

Getestet wurden unter anderem Futter von 4Paws, Aldi (Romeo), Bosch, Crave, Defu, dm (Dein Bestes), Fressnapf (Real Nature und Select Gold), Frolic, Happy Dog, Herrmann's, Josera, JosiDog, Kaufland (K-Classic), Lidl (Orlando), Markus-Mühle, Netto (Pablo), Penny (Lucky Dog), Purina (Beneful), Rossmann (Winston), Wolfsblut und Zooroyal. Die Einzelnoten stehen nur im kostenpflichtigen Testbericht der Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest: Nassfutter-Test 2022

Der jüngste Nassfuttertest stammt aus test 5/2022 (online am 20.04.2022). Geprüft wurden 22 viel verkaufte Nassfutter für ausgewachsene Hunde, darunter zwei Bio-Produkte. Die Tagesration für einen 15-Kilo-Hund kostet zwischen 83 Cent und 6,80 Euro.

  • Es gibt vier „sehr gute“ Testsieger. Einer davon kostet nur 83 Cent pro Tagesration.
  • Andere Futter enthalten zu wenig Magnesium oder Kupfer, oder auf ihre Fütterungsempfehlung ist kein Verlass.
  • Ein Futter ist mangelhaft.
  • Die Stiftung erklärt außerdem, warum die meisten Hunde Getreide vertragen.

Das Labor bestimmte Energie, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Getestet wurden unter anderem Animonda GranCarno, Cesar, Rinti Kennerfleisch, Wildes Land Bio und Yarrah Bio. Die Namen der Testsieger stehen im kostenpflichtigen Testbericht. Der Test ist über drei Jahre alt, Rezepturen können sich seitdem geändert haben.

Öko-Test: Trockenfutter-Test 2024

Öko-Test hat im Magazin November 2024 25 Trockenfutter für erwachsene Hunde getestet, darunter zwei Bio-Produkte. Beim Einkauf wählte die Redaktion je Marke bevorzugt ein vegan oder vegetarisch beworbenes Produkt. Laut t-online fiel das Ergebnis so aus:

GesamtnoteAnzahl Futter
sehr gut6
gut11 (darunter 2 Bio)
befriedigend4
ausreichend1
ungenügend3

Mit „sehr gut“ genannt werden 4Paws Sunny Hills Premium Softbrocken Huhn (0,50 bis 0,66 Euro pro Tag) und Royal Canin Medium Adult (0,98 bis 1,29 Euro pro Tag). „Ungenügend“ bekamen unter anderem:

  • Frolic Complete mit Geflügel, Gemüse und Reis: zu wenig Methionin und Cystein, zu viel Selen, Fütterungsempfehlung für wenig aktive Hunde zu niedrig.
  • Crave mit Huhn, Knochenmark & Urgetreide: Selengehalt stark erhöht, Fütterungsempfehlung etwas zu niedrig, deklarierter Rohfett- und Vitamin-D3-Gehalt weicht zu stark vom Laborwert ab.

Öko-Test wertet ab, wenn ein Futter die FEDIAF-Empfehlung unterschreitet. Das betraf Methionin und Cystein bei acht Futtern, dazu Jod, Vitamin D3 und Kalium. In einem Futter lag Zink über dem gesetzlichen Höchstgehalt. Ein Gutachter ordnet die Befunde ein: Bei gesunden erwachsenen Hunden sei trotz der Abweichungen nicht mit Mangelerscheinungen zu rechnen. Den vollständigen Test gibt es bei Öko-Test.

Öko-Test: Nassfutter

Einen aktuellen Nassfuttertest über alle Marken hat Öko-Test nicht veröffentlicht. Der letzte, den wir gefunden haben, prüfte 2017 zehn Bio-Nassfutter: Mehr als die Hälfte war „mangelhaft“ oder „ungenügend“, nur eines überzeugte. Drei Futter enthielten zu wenig Vitamin A, zwei deutlich zu wenig Zink. Für eine Kaufentscheidung heute ist dieser Test zu alt.

Was die Tests prüfen und was der Hundeo-Vergleich prüft

Stiftung Warentest und Öko-Test lassen Futter im Labor untersuchen und fragen vor allem: Versorgt dieses Futter einen gesunden Hund ausgewogen, stimmt die Fütterungsempfehlung, und ist es frei von Schadstoffen? Deshalb kann ein günstiges Supermarktfutter vorn liegen.

Der Hundeo-Vergleich fragt etwas anderes: Was steckt laut Deklaration im Futter? Wir bewerten Fleischqualität, Zusammensetzung und Transparenz nach festen Kriterien, ohne eigenes Labor.

FrageStiftung Warentest / Öko-TestHundeo
GrundlageLaboranalyse gekaufter FutterHerstellerdeklaration und eigene Berechnungen
Was zählt am meisten?Nährstoffversorgung und FütterungsempfehlungFleischqualität, Zusammensetzung, Deklaration
SchadstoffeWerden gemessenWerden nicht gemessen
Zahl der Futter22 bis 25 je TestAlle Marken in unserer Datenbank

Beides zusammen hilft dir am meisten: Ein gutes Laborergebnis zeigt, dass ein Futter den Bedarf deckt. Unsere Bewertung zeigt, woraus es besteht. Achte bei jeder Note auf das Testjahr, denn Hersteller ändern Rezepturen.

Quellen

  • Stiftung Warentest, „Hunde-Trockenfutter im Test: Gutes Futter gibt es günstig“, test 8/2025, online 24.07.2025: test.de
  • Stiftung Warentest, Nassfutter für Hunde, test 5/2022, online 20.04.2022: test.de
  • Öko-Test, „Hundefutter im Test: Mit welchem Trockenfutter ist der Hund bestens verpflegt?“, Magazin November 2024: oekotest.de
  • Öko-Test, „Das beste Bio-Hundefutter im Vergleich“, 2017: oekotest.de
  • t-online, Notenverteilung und genannte Produkte aus dem Öko-Test 11/2024: t-online.de
  • Herz für Tiere, Testsieger im Warentest 8/2025: herz-fuer-tiere.de

Alle Quellen abgerufen am 14.10.2026.

Häufig gestellte Fragen

Welches Hundefutter ist Testsieger bei Stiftung Warentest?

Im Trockenfuttertest aus test 8/2025 erreicht der Testsieger die Note „Sehr gut“. Laut Berichten über den Test ist das 4Paws Sunny Hills aus dem Edeka-Verbund. Beim Nassfutter (test 5/2022) gab es vier „sehr gute“ Testsieger, die Namen stehen nur im kostenpflichtigen Testbericht.

Welches Hundefutter ist bei Öko-Test durchgefallen?

Im Trockenfuttertest von Öko-Test (November 2024) bekamen drei von 25 Futtern „ungenügend“. Genannt werden Frolic Complete mit Geflügel, Gemüse und Reis sowie Crave mit Huhn, Knochenmark & Urgetreide, unter anderem wegen zu viel Selen.

Ist teures Hundefutter bei den Tests besser?

Nicht automatisch. Bei Stiftung Warentest kosten mehrere gute Trockenfutter nur 25 Cent pro Tagesration, und bei Öko-Test fällt mit Crave auch ein teureres Futter durch. Die Tests prüfen vor allem, ob ein Futter den Hund ausgewogen versorgt, nicht wie hochwertig die Zutaten sind.

Enrico Bachmann

Geschrieben von

Enrico Bachmann

Gründer & Zertifizierter Ernährungsberater

Hundeo GründerZertifizierter Ernährungsberater für HundeExperte für belohnungsbasiertes Training

Enrico gründete Hundeo, nachdem er sich seit der Adoption von Nacho im Sommer 2016 intensiv mit Hundeernährung, Allergien und später auch Training beschäftigte. Aus eigenen Hundefutter-Tests und Gesprächen mit Tierärzten und weiteren Experten entstand zuerst eine Website, später die Hundeo-App.

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