American Bulldog

Wesen:

Loyal, Durchsetzungsfähig, Sanftmütig
Größe: Mittel
Höhe: 50-71 cm
Gewicht: 27-58 kg
Lebenserwartung: 10-15 Jahre
Felltyp: Kurzhaar
Farben: Weiß, Stromung, Rehfarbe, Braun, Rot

Der American Bulldog gilt als typischer Rassevertreter der Bulldoggen-Familie und kann bis zu 70 Zentimeter groß und bis zu 60 Kilogramm schwer. Ihren Ursprung fand diese Rasse in den 1980er und 1990er Jahren in den USA und gilt heutzutage als eine der einzigartigsten Hunderassen, die in der Welt existieren.

American Bulldog
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Charakter & Merkmale

Als markantestes Merkmal dieser Rasse gelten die optischen Merkmale der Mischlingsrasse, die sich durch die Kreuzung der Rassen American Staffordshire Terrier mit dem American Pit Bull Terrier ergeben. Im Laufe der Zeit hat sich durch die Einkreuzung weiterer Rassen besonders der markante Körperbau herauskristallisiert.

Er präsentiert sich nicht nur kräftig, sondern auch elegant zugleich. Die Schnauze des American Bulldog hat eine gesunde Länge und verfügt über keinen Vorbiss. Augen und Ohren unterliegen ebenfalls gesunden Züchtungsmerkmalen. Das Fell dieser Rasse ist dicht, kurz und glänzend. Meist haben die Hunde ein weißes Fell, oftmals mit ein paar Flecken. Es sind jedoch auch andere Farben möglich, wie zum Beispiel Braun oder ein gestromtes Haarkleid.

Neben den optischen Besonderheiten überzeugt die Rasse insbesondere durch seine charakterlichen Eigenarten: Der American Bulldog gilt als Familien- und Begleithund und wird als besonders sanft und einfühlsam beschrieben. Auch der Umgang mit Kindern wird besonders positiv hervorgehoben. Die Gesundheit des American Bulldog ist durch diverse Zuchtkriterien sehr robust.

Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass es sich um einen sehr selbstbewussten und intelligenten Vierbeiner handelt. Bei fehlender liebevoller Konsequenz in der Erziehung stellt der American Bulldog gern eigene Regeln auf und zeigt sich dominant. Mit klaren Regeln ordnet er sich seinen Menschen allerdings unter und liebt es, am Geschehen der Familie teilzuhaben.

Fellpflege:

Wenig
Mittel
Intensiv

Haaren:

Wenig
Mittel
Intensiv

Energielevel:

Wenig
Mittel
Viel

Trainierbarkeit:

Wenig
Mittel
Gut

Kinder geeignet:

Weniger
Mit Aufsicht
Perfekt

American Bulldog Video

Die richtige Ernährung

Aus artgerechten Gesichtspunkten heraus empfiehlt es sich für die Rasse des American Bulldog auf eine ausgewogene fleischreiche Ernährung zu achten. Dies muss nicht bedeuten, dass du deinem Hund ab sofort nun nur noch frisch kochen musst. Sofern du dich entscheidest herkömmliches Trocken- oder Nassfutter zu füttern, solltest du einfach darauf achten, wie sich das Futter zusammensetzt.

Das heißt: Wenn du dir die Auflistung der Inhaltsstoffe anschaust, sollte Fleisch an erster Stelle deklariert sein und das Produkt getreidearm verarbeitet sein. Die Ernährung sollte stets proteinreich sein. Sofern du dich für Trockenfutter entscheidest, solltest du darauf achten, dass die angebotenen Kroketten nicht zu klein, aber auch nicht zu riesig sind. Da der American Bulldog meist sehr verfressen ist, sollten zudem die Herstellerangaben hinsichtlich der Hinweise zur Portionierung des Futters berücksichtigt werden. Es sollte jederzeit frisches Wasser für deinen Hund zur Verfügung stehen.

Nach der Futteraufnahme ist es zudem wichtig, dass dein American Bulldog sich ausruht, da die Rasse dazu neigt, Magendrehungen zu erleiden. Diese Tatsache kann durch die entsprechenden Ruhephasen vorgebeugt werden. Außerdem bietet es sich an, seine tägliche Portion Futter auf 2 Mahlzeiten aufzuteilen. So ist der Magen weniger voll. Das unterstützt die Vorbeugung einer Magendrehung zusätzlich.

American Bulldog Pflege

Durch die Beschaffenheit des Fells des American Bulldog ist die Fellpflege nicht besonders zeitintensiv. Es reicht vollkommen, wenn du deinen Hund in regelmäßigen Abständen kämmst. Dies ist nicht nur wichtig für die Fellbeschaffenheit, sondern unterstützt dich auch dabei, die Haut und das Fell deines American Bulldogs von Ungeziefer und Parasiten freizuhalten.

Passende Hilfsmittel sind in diesem Zusammenhang eine weiche Bürste und ein Noppenhandschuh. Mit diesen Hilfsmitteln lassen sich lose Haare besonders einfach entfernen. Der positive Nebeneffekt: Dein American Bulldog wird diese Streicheleinheiten besonders genießen – sie stärken eure gemeinsame Bindung. Außerdem solltest du deinen American Bulldog daran gewöhnen, dass er sich baden lässt, um ihn bei starker Verschmutzung richtig säubern zu können. Hierfür empfiehlt sich die Nutzung eines besonders milden Hundeshampoos – dies schont die Hautbeschaffenheit und die natürliche Schutzbarriere.

Es ist zudem empfehlenswert, sowohl Ohr- als auch Augenreiniger zu Hause zu haben. American Bulldogs neigen zu Tränenfluss und Ohrenentzündungen. Beides sollte daher regelmäßig vom Halter kontrolliert werden.

Passendes Zubehör

Für die Haltung deiner Amerikanischen Bulldogge benötigst du ein XL-Hundebett, auf dem sich dein Liebling erholen kann, zwei Näpfe, Leine und Geschirr. Hierbei ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass die gekauften Utensilien robust sind und sich nicht so leicht zerstören lassen, denn der American Bulldog ist ein Kraftpaket.

Zu seiner und deiner Sicherheit solltest du daher auf qualitativ hochwertiges Zubehör achten. Bei der Auswahl von Kauspielwaren (besonders wichtig für die Zahnpflege deines American Bulldog) solltest du darauf achten, dass die verwendeten Teile nicht so klein sind, dass der American Bulldog sie verschlucken kann.

Für die recht simple Fellpflege benötigst du eine weiche Bürste und gegebenenfalls ein spezielles Hundeshampoo, das für die empfindliche Haut der Vierbeiner geeignet ist. Auch Ohr- und Augenreiniger sollten vorhanden sein. Achte unbedingt darauf, dass diese keinen Alkohol enthalten.

American-Bulldog-Grafik

Herkunft & Geschichte

American Bulldogs stammen, wie alle doggenartigen Hunderassen, von den Wach- und Hirtenhunden des alten Griechenlands ab. Sie sollten beim Schlachten unterstützen und Wildtiere abwehren. Zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts wurde die Rasse im Kampf gegen Stiere eingesetzt, worauf die Entstehung des Namens „Bulldog“ zurückzuführen ist. Die meisten der im American Bulldog gekreuzten Rassen sind somit als Immigrantenhunde in die USA gelangt.

Im Zuge der Siedlerbewegung hat sich die Rasse zunehmend zum Jagdhelfer entwickelt – beispielsweise bei der Wildschweinjagd. Durch die Einkreuzung vieler Rassen – namentlich Amerikanische Bulldogge, Französische Bulldogge, Englische Bulldogge, Olde English Bulldogge und Molossoid-Rassen – entstand nach und nach der heute so beliebte American Bulldog mit all seinen charakterlichen Merkmalen und seiner wunderschönen Erscheinung. In Europa werden American Bullys heute hauptsächlich als Familien- und Begleithunde gehalten. Die FCI hat diese Rasse bisher nicht offiziell anerkannt. Heutige Züchter versuchen noch immer, einheitliche Rassemerkmale zu etablieren. In den USA erfährt die Rasse seit 2019 ihre offizielle Anerkennung durch den American Kennel Club.