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Wie wurde der Wolf zum Hund? (So begann alles)

Wie wurde aus dem Wolf nur ein Hund? Hast du dich diese Frage auch schon gestellt? Wir zeigen dir in diesem Beitrag wie alles begann, wie Wolf und Hund Freunde wurden und welchen Unterschied es genau zwischen Hund und Wolf gibt. Also sei gespannt!

Wolf, Barfen
Artikel ├ťbersicht

Der b├Âse b├Âse Wolf┬ákommt in zahlreichen Mythen und M├Ąrchen vor. Insbesondere in den M├Ąrchen der Gebr├╝der Grimm wird der Wolf als das b├Âseste Tier der Welt beschrieben. Sicherlich f├╝hrten derartige Aussagen auch dazu, dass der Wolf vom Menschen zeitweise nahezu vollst├Ąndig ausgerottet wurde.┬á

Es gibt allerdings auch Kulturen in deren Mythen der Wolf die Hauptrolle als Begleiter, Wegweiser, Retter des Menschen aus der Not spielt und als h├Âchstes und heiligstes Totem-Tier verehrt wird.┬á

Zu diesen Kulturen z├Ąhlen unter anderem die Fr├╝h-T├╝rken. Eines dieser Sagen erz├Ąhlt von einer W├Âlfin namens Asena, die ein Findelkind s├Ąugt und erzieht. Die ├Ąlteste Erz├Ąhlung ├╝ber diese W├Âlfin ist in der Zhou-Dynastie zu finden und geh├Ârt zu den Ursprungsmythen der Fr├╝h-T├╝rken.┬á

Doch wie entwickelte sich aus diesem Wildtier, ├╝ber das die Meinungen sich so spalten, der beste Freund des Menschen ÔÇô der Hund?┬á

Dar├╝ber, wann und wo genau der ├ťbergang vom Wolf zum Hund stattfand, sind sich die Wissenschaftler nicht einig.┬á

Einige gehen davon aus, dass der Hund in Europa entstand, andere vertreten wiederum die Meinung, dass sich die Vorfahren des heutigen Hundes unabh├Ąngig voneinander sowohl in Europa als auch in Ostasien entwickelten.┬á

Wann begann die Domestizierung des Hundes?

Wolf

Das Wort Domestizierung leitet sich von dem lateinischen Begriff domesticus = h├Ąuslich ab und bezeichnet die Entwicklung eines wilden Tieres zu einem Haustier.┬á

Der Hund, wie wir ihn heute kennen und lieben, stammt vom Wolf ab. Bevor die Menschen sesshaft wurden, war der Stammvater unseres liebsten Vierbeiners das am Weitesten verbreitete Raubtier auf der gesamten Erde und war auf allen Kontinenten beheimatet. 

Bereits vor ├╝ber 45.000 Jahren trafen Wolf und Mensch zum ersten Mal aufeinander. In der Steinzeit standen sich die beiden als Fressfeinde gegen├╝ber. Sie machten Jagd auf die gleiche Beute. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Domestizierung vor rund 35.000 ÔÇô 15.000 Jahren begann.┬á┬á

Weshalb wurden Wolf und Mensch zu Verb├╝ndeten?

Wolf Mensch

W├Ąhrend der letzten Eiszeit verschlechterten sich die Jagdbedingungen drastisch. Beliebte gro├če Beutetiere wie beispielsweise das Mammut starben zu dieser Zeit aus.┬áDa sich Mensch und Wolf durch die schlechten Bedingungen h├Ąufig ein Jagdgebiet teilen mussten, trafen sie nun immer h├Ąufiger aufeinander.┬á

Und genau zu diesem Zeitpunkt traute sich der Stammvater des Hundes einen neuen Schritt, der die Weichen in eine ungewohnte Richtung stellte: Er ging auf den Menschen zu. 

Der Hunger der Raubtiere war gro├č ÔÇô gr├Â├čer als ihre Furcht. Aus diesem Grund begann der Wolf vermutlich in den Abf├Ąllen der Menschen nach Nahrungsresten zu w├╝hlen und ├╝berwand hierf├╝r seine Fluchtdistanz. Und auch der Mensch erkannte schnell den Nutzen der W├Âlfe.┬á

Somit gingen die beiden eine Art Symbiose ein. F├╝r den Menschen diente das intelligente Tier als Fr├╝hwarnsystem vor anderen Wildtieren wie beispielsweise B├Ąren. Zudem half der Wolf beim Aufsp├╝ren der Beute bei der Jagd.┬á

Mit der Sesshaftigkeit der Menschen ver├Ąnderte sich auch die Beziehung zum Wolf weiterhin. Dieser war nun an den Umgang mit den sesshaften Menschen gew├Âhnt, jedoch keinesfalls gez├Ąhmt.┬áDurch diese Umst├Ąnde entstand zun├Ąchst ein Mischwesen: der Lagerwolf.┬á

Es ist davon auszugehen, dass die ersten erfolgreichen Z├Ąhmungen vermutlich mit Wolfsjungen stattfanden. Dies war nur deshalb m├Âglich, da die Tiere ein sehr ausgepr├Ągtes Sozialverhalten sowie eine ├Ąu├čerst hohe Bereitschaft zur Kooperation besitzen.┬á

Der entstandene Wolfshund konnte nun zum Bewachen der Viehherden sowie Haus und Hof eingesetzt werden.

Infografik: So ern├Ąhrt sich der Wolf

Wolf Erna╠łhrung

Wie ├Ąhnlich sind sich Wolf und Hund?

Bis heute unterscheidet sich das Erbgut der beiden Tiere kaum. Sowohl den perfekten Geruchs- als auch Geh├Ârsinn hat unser bester Freund von seinem Stammvater ├╝bernommen. Weitere Eigenschaften, die Wolf und Hund miteinander teilen, sind der soziale Zusammenhalt und die hohe Kooperationsbereitschaft.

Worin unterscheiden sich Wolf und Hund?

Obwohl sich der genaue ├ťbergang zwischen dem Wolf und dem Hund nicht festlegen l├Ąsst, sind die Sch├Ądelformen ein wichtiges Indiz.┬áAm auff├Ąlligsten ist hierbei, dass der pr├Ąhistorische Hund eine deutlich breitere und zudem k├╝rzere Schnauze aufweist als sein Stammvater.┬á

Als die Ackerkultur aufkam, wurde den Wolfshunden vermutlich erstmals auch Getreide zu fressen gegeben. Dies ist der Grund, weshalb Hunde im Gegensatz zu W├Âlfen St├Ąrke verdauen k├Ânnen.┬á

Ebenso hat sich das Heulen des Wolfes zum Bellen des Hundes entwickelt. Vermutlich aus dem Grund, um besser mit den Menschen kommunizieren zu k├Ânnen.┬á

Obwohl das ausgepr├Ągte Sozialverhalten der beiden Tiere eine wesentliche Gemeinsamkeit hat, liegt hierin auch der gr├Â├čte Unterschied.┬á

In einem Wolfsrudel herrscht eine klare Rangordnung, dennoch ist der Wolf dazu bereit mit all seinen Artgenossen aus seinem Rudel zu kooperieren. Hierbei spielt die Rangordnung keine Rolle, denn das Futter wird beispielsweise auch mit rangniedrigeren Tieren geteilt. 

Zwar ist auch der Hund an eine klare Rangordnung gew├Âhnt, er hat sich nur einen anderen Partner zur Kooperation gesucht: den Menschen. Dadurch ist sein Verhalten gegen├╝ber Artgenossen g├Ąnzlich anders als bei einem Wolf.┬á

Ein rangh├Âherer Hund frisst zuerst und allein. Der beste Freund des Menschen ist nicht mehr auf seine Artgenossen als Partner angewiesen.

Die au├čergew├Âhnliche Beziehung zwischen Menschen und Hunden

Hund Freund Natur

Das erste Hundebuch stammt bereits aus dem 4. Jh. v. Chr. Bereits hierin wird beschrieben, wie der Mensch mit einem Hund umgehen soll. 

Die Bindung, die der Hund mit uns Menschen eingegangen ist, ist in der Tierwelt absolut einmalig. Er ist bereits seit vielen Jahrtausenden auf uns gepr├Ągt. Diese innige Beziehung wird unter anderem durch das ├Ąhnliche Wesen von Wolf und Mensch verursacht.┬áDenn genau wie wir, sind auch W├Âlfe Kleingruppenwesen.┬á

Die Geschichte des Hundes zieht sich durch nahezu alle Kulturen und Kontinente und ist sehr bewegend. So wurde der Hund im alten ├ägypten als Seelenf├╝hrer der Toten verehrt und verg├Âttlicht.

Ein Fund aus Bonn, der rund 15.000 Jahre alt ist, zeigt, dass bereits zu diesem Zeitpunkt eine enge Mensch-Hund-Beziehung bestand. Neben den menschlichen ├ťberresten wurden in einem Grab auch die Knochen eines Hundes gefunden.┬á

Der Hund ist so sehr auf den Menschen gepr├Ągt, dass es f├╝r ihn keine ÔÇ×nat├╝rlicheÔÇť Situation mehr darstellt, wenn er ohne diesen ist. Dasselbe gilt auch f├╝r den Menschen.

Zum Schluss noch ein kleines, aber sehr gutes Video ├╝ber die Geschichte des Hundes.

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Verfasst von Claudia Weise
Verfasst von Claudia Weise

Ich bin die Chefredakteurin von Hundeo. Meine Mission ist es, die besten Hunde Ratgeber im Netz zu ver├Âffentlichen. Hast du Feedback oder Anregungen zum Artikel, dann freue ich mich von dir zu h├Âren.

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