Hundetraining

Hundetraining Tipps und Übungen

Sitz!… Platz!… Rolle!… Gib Pfötchen!… 

Es gibt so viele Tricks und Übungen, die du mit deinem Hund einstudieren kannst. Das Beste daran ist: Ihr beide habt dabei sehr viel Spaß.

Du kannst viele verschiedene Dinge mit deinem Liebling trainieren. Zu den wichtigsten Fähigkeiten gehören Gehorsamkeit und Impulskontrolle. Aber auch das Einüben von ein paar Tricks könnte euch beiden gefallen.

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum ein Hundetraining sinnvoll ist. Zum einen hört dein Hund besser auf dich. Nach dem Üben zieht er nicht mehr an der Leine, hört aufs Wort und führt vielleicht sogar Kommandos wie „Sitz!“, „Platz!“ und „Gib Pfötchen!“ aus. Zum anderen stärkt es eure Verbindung und das Vertrauen zwischen euch. 

Ein Hundetraining soll euch beiden Spaß machen. Dein Hund hat Bewegung und wird ausgelastet und ihr verbringt Zeit zusammen. Und der gute Nebeneffekt: Dein Liebling hat eine Grunderziehung und reagiert in schwierigen Situationen richtig.

Damit das Üben auch einwandfrei funktioniert, gebe ich dir hier ein paar wichtige Tipps und Tricks. Am Ende findest du noch einige Übungen, die euer Training ergänzen können.

10 Dinge, die du beim Training beachten solltest

1. Schon im Welpenalter mit dem Training beginnen

Es ist wichtig, deinem Hund von Anfang an eine Grunderziehung zu vermitteln. Gehorsamkeit ist dabei besonders wichtig. Je jünger dein Hund ist, desto lernfähiger ist er. Er hat mehr Energie und einen großen Bewegungsdrang. Jungen Hunden macht das Training also doppelt so viel Spaß.

Sei aber nicht verunsichert, wenn dein Hund schon ausgewachsen ist. Auch älteren Tieren kann man einiges beibringen. 

2. Sei Konsequent, aber nicht streng

Denke immer daran: Während des Trainings bist du der Rudelführer.

Du gibst die Kommandos und entscheidest, welche Übungen durchgeführt werden. Bist du bei den Übungen nicht bestimmt genug, reagiert dein Hund wahrscheinlich erst gar nicht darauf. Du solltest auf keinen Fall unentschlossen wirken.

Trotzdem ist ein netter Tonfall sehr wichtig. Schließlich möchtest du das Vertrauen zu deinem Hund vertiefen. Und dein Hund soll auch Spaß am Training haben.

3. Anderer Tonfall bei Kommandos als im Alltag

Gibst du die Befehle mit derselben Stimme, die du immer verwendest, reagiert dein Hund vermutlich nicht darauf. Hunde verstehen unsere Sprache nicht. Im Grunde ist es egal, welche Wörter wir verwenden. Unsere Vierbeiner können aber anhand von Tonfall und Melodie unterscheiden, was wir ihnen für Kommandos geben. 

Deswegen sollten die Wörter kurz und präzise sein. Achte aber darauf, dass der Tonfall nicht zu streng wird.

4. Handzeichen unterstützen das Gesagte

Da Hunde unsere Sprache nicht verstehen, können sie durch Gesten die Kommandos besser unterscheiden. Dann funktioniert der Trick meist auch ohne Worte. Außerdem erhöht die Kombination von Sprache und Handzeichen den Lernfaktor: Dein Hund merkt sich die Kommandos dadurch viel schneller.

5. Seinen Namen wiederholen

Wenn du während des Trainings immer mal wieder den Namen deines Hundes sagst, merkt er ihn sich schneller. Mit der Zeit weiß er, dass er damit gemeint ist. Nach einer Weile reagiert er dann auch auf seinen Namen. Außerdem stärkt das euer Vertrauensverhältnis.

6. Viel Lob

Wie soll dein Hund erkennen, dass er etwas richtig gemacht hat, wenn du ihm das nicht ausdrücklich zeigst? Er freut sich über jede Aufmerksamkeit, die er von dir bekommt. 

Du bist während des Trainings sein Orientierungspunkt. Deswegen ist es ein besonderer Ansporn für deinen Liebling, dich glücklich zu machen. Die Bestätigung in Form von Lob ist also sehr wichtig für den Erfolg beim Üben.

Vergiss nicht, ihn auch später zu loben, wenn ihr das Training abgeschlossen habt.

7. Mit Leckerlis belohnen

Diese kleine Bestechung ist besonders am Anfang des Trainings wichtig. Wenn dein Hund bei einer gut gemeisterten Übung ein Leckerli bekommt, verbindet er es mit etwas Positivem und macht es nun noch häufiger. 

Schließlich hat er die Hoffnung, dass er jedes Mal eine Belohnung bekommt. Dadurch hast du seine komplette Aufmerksamkeit während des Trainings. 

Natürlich kannst du ihm später nicht für jede gute Handlung ein Leckerli geben. Trotzdem solltest du ihn auch nach dem Training ab und zu belohnen. 

8. Abfolge einhalten

Es ist nicht effektiv, wenn ein und dieselbe Übung von Mal zu Mal variierst. Das würde deinen Hund nur verwirren. Er weiß nicht, was genau er machen soll und lernt nicht so schnell. 

Suche dir also eine feste Abfolge aus, die du jedes Mal wiederholst. Zum Beispiel gibst du zuerst das Kommando zusammen mit dem Handzeichen. Wenn dein Hund die Übung dann ausgeführt hat, lobst du ihn und gibst ihm dann ein Leckerli. 

Du solltest ihn direkt nach dem ausgeführten Trick loben und nicht warten. Ansonsten bringt er die beiden Handlungen nicht miteinander in Verbindung. Weiterhin ist es sinnvoll, Handzeichen und Wortlaut gleichzeitig zu geben. Dann kann dein Hund das Kommando eindeutig zuordnen.

9. Ablenkung vermeiden

Das Training ist viel effektiver, wenn dein Hund nicht abgelenkt ist. Autos, andere Hunde oder Geräusche sind nämlich viel interessanter als das Training. Für die Übungen ist aber seine volle Konzentration notwendig. 

Suche dir für das Hundetraining am besten einen abgelegenen Ort wie eine Wiese oder einen Feldweg aus.

Wenn dein Hund dann alles einwandfrei kann, gewöhnst du ihn langsam an Ablenkung. Schließlich soll er die Übungen auch auf der Straße anwenden können.

10. Nicht zu lange auf einmal

Besonders bei jungen Hunden ist es wichtig, sie nicht zu überfordern. Trainiere mit deinem Hund lieber in kurzen Episoden und dafür häufiger. Ansonsten lässt seine Aufmerksamkeit nach und er verliert das Interesse und den Spaß an der Übung.

4 gute Trainingsübungen

Training Hundepfeife

Nun weißt du genau, was du beim Hundetraining beachten solltest. Doch welche Übungen kannst du durchführen und wie gehst du an die Sache heran? Es gibt unglaublich viele verschiedene Möglichkeiten, deinen Hund zu erziehen oder ihm Tricks beizubringen. Im Folgenden habe ich dir einige herausgesucht, die auch für Anfänger leicht durchzuführen sind.

1. So bleibt dein Hund auch ohne Leine in deiner Nähe

In Straßennähe und in der Nähe von Personen solltest du deinen Hund immer anleinen. Die Gefahr, dass etwas passiert, ist sonst zu groß. 

Aber wenn ihr einen leeren Feldweg entlanggeht, freut sich dein Hund, wenn er die Gegend eigenständig erkunden kann. Das funktioniert nur, wenn er aufs Wort hört und sich nicht zu weit von dir entfernt.

Diese Übung lässt sich am einfachsten mit Welpen gestalten. Ältere Hunde haben oft schon Angewohnheiten, die sie schwer wieder ablegen. 

Es ist besonders wichtig, an abgelegenen Orten zu trainieren. Sind nämlich Menschen oder andere Tiere in der Nähe, ist die Versuchung zu groß, einfach hinterherzurennen.

Wenn du dir sicher bist, dass deinen Hund nichts ablenkt, kannst du ihn von der Leine lassen. Dann könnt ihr ganz normal spazieren gehen. Die Situation ist für deinen Hund natürlich neu und ganz aufregend. Und weil er so neugierig ist, läuft er entweder viel schneller als du oder schnuppert etwas Interessantes und bleibt zurück. 

Rufe immer wieder seinen Namen, sodass er wieder in deine Nähe kommt. Sollte er trotzdem nicht kommen, gehst du einfach weiter. Bleibe nicht stehen und sieh dich nicht nach ihm um. 

Vielleicht kannst du dich sogar irgendwo verstecken und dann seinen Namen rufen. Dein Hund wird sofort nach dir suchen. Allein fühlt er sich unsicher und er möchte unbedingt wieder in deine Nähe. 

Wenn er dich dann gefunden hat, freut er sich umso mehr. Lobe ihn dafür. Er wird sich diese Erfahrung merken und das nächste Mal nicht mehr ganz so weit weg laufen.

2. Kommando „Bleib!“

Die Voraussetzung für diese Übung ist, dass dein Hund schon auf die Befehle „Sitz!“ oder„Platz!“ reagiert. Diese Kommandos lernen die meisten Hunde sehr schnell.

Gehe mit deinem Hund einige Meter und bleibe dann stehen. Gib ihm als erstes den Befehl, sich zu setzen. Alternativ funktioniert auch das Kommando „Platz!“. Wenn er diese Übung dann einige Sekunden durchhält, belohnst du ihn.

Beim nächsten Versuch gibst du ihm hinterher den Befehl „Bleib!“. Strecke dabei deine flache Handfläche nach vorne. Gehe nun vorsichtig wenige Schritte rückwärts und wiederhole das Kommando. Wenn dein Hund sitzen geblieben und nicht sofort wieder aufgesprungen ist, solltest du ihn unbedingt belohnen.

Anfangs wird dein Vierbeiner vermutlich noch nicht auf diesen Befehl hören. Er versteht nicht, warum er das tun soll. Schließlich möchte er ja bei dir sein. Wenn du es aber immer wieder mit ihm übst und ihn danach belohnst, gewöhnt er sich schnell daran.

Mit der Zeit kannst du die Entfernungen vergrößern. Übe das am besten schrittweise und gehe anfangs noch nicht allzu weit weg. Nach einer Weile bleibt dein Hund dann auch ruhig sitzen, wenn du nicht mehr in seiner Sichtweite bist.

3. Anspringen abgewöhnen

Was bei kleinen Hunden eher kein Problem ist, sieht bei einer Dogge oder einem Boxer schon ganz anders aus. Dein Besuch freut sich vermutlich nicht darüber, von einem 50kg-schweren Hund angesprungen zu werden. Außerdem ist es eine Form von Gehorsamkeit, dass dein Hund das Anspringen von Personen unterlässt.

Besonders junge Hunde, die noch voller Energie stecken, springen liebend gerne an. Wenn du deinem Welpen von Anfang an in der Hocke begegnest, muss er gar nicht mehr hochspringen. Versucht er es trotzdem, schiebst du ihn einfach vorsichtig weg. Hilft auch das nicht, solltest du weggehen. Das zeigt ihm, dass sein Verhalten falsch war.

Bei älteren oder größeren Hunden solltest du zur Seite treten, wenn er dich anspringt. So springt er ins Leere. Drehe dich immer von ihm weg oder ignoriere ihn. Wenn er deinen Besuch oder fremde Leute auf der Straße anspringt, solltest du ihn sicherheitshalber an die Leine nehmen.

Mit der Zeit merkt dein Hund, dass ihm das Anspringen nichts bringt. Er macht schlechte Erfahrung damit, da er dann ignoriert wird. Nach einer Weile unterlässt er es gänzlich.

4. Apportieren

Diese Übung nimmt mehr Zeit in Anspruch als die vorher beschriebenen. Deinem Hund macht sie aber umso mehr Spaß.

Die Schwierigkeit beim Apportieren ist, dass dein Hund den Gegenstand nicht als Spielzeug ansehen darf. Seine Aufgabe ist es, ihn wieder zu dir zurückzubringen und ihn auch herzugeben. 

Vermutlich kennst du es, wenn dein Hund das geworfene Spielzeug zwar zurückbringt, es aber dann nicht mehr loslässt, wenn nicht sogar wieder wegrennt. Das ist nicht der Sinn des Apportierens.

Geeignete Gegenstände sind zum Beispiel Hölzer, Spielzeuge oder der Futterbeutel. Letzteres bietet natürlich besonderen Anreiz. 

Anfangs legst du die Gegenstände in einiger Entfernung ab. Späterhin kannst du sie auch werfen. Danach forderst du deinen Hund auf, es zu holen. Falls er noch nicht weiß, was du meinst, kannst du auch mit ihm zusammen zum Gegenstand laufen und es ihm zeigen. Das übst du so lange, bis es ihm keine Probleme mehr bereitet. 

Es bietet sich an, das Apportieren erst im Haus und danach auch draußen zu üben. Ist dein Hund schon ein Profi darin, kannst du die Gegenstände auch verstecken. Das wird ihm besonders viel Spaß machen.

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Hundetraining ist ein wichtiger Bestandteil in der Erziehung deines Lieblings. Mit den richtigen Übungen bringst du ihm nicht nur Gehorsam und verschiedene Tricks bei, ihr habt auch noch Freude daran und stärkt eure Beziehung.

Du solltest einige Dinge beachten, sodass das Training auch perfekt funktioniert: 

Arbeite bei den Kommandos nicht nur mit Worten, sondern auch mit Handzeichen. Belohnungen und Lob verbessern den Lernfortschritt und motivieren deinen Hund zusätzlich. Achte auf das Einhalten der richtigen Reihenfolge und vermeide Ablenkung während des Übens.

Wenn du diese Tipps richtig umsetzt und geeignete Übungen mit deinem Hund durchführst, steht dem perfekten Hundetraining nichts mehr im Wege. 

Denke aber immer daran:

Der Spaß sollte immer im Vordergrund stehen!

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