11 Tipps für ein effektives Schleppleinentraining

Du und dein gutmütiger Hund seid ein eingespieltes Team, aber sobald ihr euch auf Distanz befindet, ist es mit der Artigkeit vorbei? Wenn du etwas dagegen tun willst, empfehle ich dir das Schleppleinentraining.

Schleppleine
Inhaltsverzeichnis

Kaum etwas kann die Bindung zwischen deinem Hund und dir schwächen ♡

Dennoch kann es vorkommen, dass unangeleinte Hunde beim Spazierengehen ab und zu weglaufen.

Sie entscheiden selbst, unter welchen Umständen sie zu Frauchen oder Herrchen zurückkehren. Oder sie wollen allein bestimmen, wohin die Reise geht.

Vor allem Hunde mit ausgeprägtem Jagdinstinkt folgen in der Natur lieber ihren Instinkten. Auf bestimmte Reize hin rennen sie einfach los.

In diesem Fall kann ein Schleppleinentraining für euch beide von Vorteil sein. So lernt dein Liebling, dass du auch auf Distanz das Sagen hast. So bleibt deine Dominanz nicht nur zu Hause, sondern auch draußen bestehen.

In diesem Artikel geben wir dir verständliche Informationen und Tipps rund um die Schleppleine. Das solltest du beim Training beachten. Viel Spaß beim Lesen! 😊

Was ist eine Schleppleine?

Schleppleinentraining

Eine Schleppleine ist eigentlich eine ganz normale Leine. Sie ist jedoch länger als eine normale Leine. Meistens ist sie zwischen 5 und 15 oder sogar 20 Meter lang.

Schleppleinen haben keine weiteren Ösen oder Ähnliches, außer der Möglichkeit, sie am Brustgeschirr zu befestigen. Dadurch wird verhindert, dass sich die Ösen der Leine z.B. in einem Ast verfangen.

Mit einer Schleppleine kannst du Kommandos trainieren. Dein Liebling muss sie in einer bestimmten Entfernung von dir ausführen, z.B. zu dir zurückkommen.

Die Schleppleine wird vor allem bei Hunden eingesetzt, die aufgrund ihrer Rasse einen ausgeprägten Jagdinstinkt haben. Sie lernen so von klein auf, auf Kommandos zu hören, auch wenn sie weit von ihrem Besitzer entfernt sind.

Die Schleppleine wird auch gerne bei Leinenzwang eingesetzt. Der Hund sollte jedoch genügend Freiraum zum Toben und Herumstreunen haben. Der Hundeführer hat immer die Möglichkeit, seinen Hund auch aus größerer Entfernung zu stoppen.

Das Training an der Schleppleine ist am effektivsten, wenn der Jagdinstinkt des Hundes noch nicht entwickelt ist.

Außerdem sollte er die Grundkommandos wie “Sitz”, “Aus” usw. bereits beherrschen. Im Idealfall sollte er sich an eine konventionelle Leinenführung gewöhnt haben. Er muss verstehen, dass die Schleppleine kein Spielzeug ist.

Unterschied zwischen Führleine und Schleppleine

Der Unterschied zwischen einer normalen Führleine und einer Schleppleine liegt in der Länge und im Verwendungszweck:

  • Länge: Eine normale Führleine ist in der Regel zwischen 1,2 und 2 Meter lang und dient dazu, den Hund in unmittelbarer Nähe zu führen. Eine Schleppleine ist länger und kann zwischen 5 und 15 Meter lang sein. Mit einer Schleppleine kann sich dein Hund weiter von dir entfernen, während du ihn immer noch unter Kontrolle hast.
  • Verwendung: Eine normale Führleine wird normalerweise im Alltag verwendet, um deinen Hund bei Spaziergängen, beim Training oder in der Öffentlichkeit in deiner Nähe zu halten. Sie gibt dir ein gewisses Maß an Kontrolle und ermöglicht es dir, deinen Hund sicher zu führen.

Eine Schleppleine hingegen wird häufig im Training verwendet, insbesondere beim Rückruftraining oder beim Training des Radius um dich herum. Sie gibt deinem Hund mehr Bewegungsfreiheit und ermöglicht es ihm, sich weiter von dir zu entfernen, während du immer noch die Möglichkeit hast, ihn bei Bedarf zu kontrollieren oder zurückzurufen.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine Schleppleine nicht für den täglichen Gebrauch in belebten oder verkehrsreichen Gegenden empfohlen wird, da die Länge der Leine zu Verwicklungen oder Sicherheitsrisiken führen kann. Die Schleppleine wird hauptsächlich als Trainingsmittel in kontrollierten Umgebungen eingesetzt.

Schleppleine

Warum Schleppleine beim Hund?

1. Junghunde

Altersbedingt ist die Ausbildung an der Schleppleine bei Junghunden am effektivsten. Dieses Alter ist durch die Pubertät gekennzeichnet. Das bedeutet, dass sie in dieser Zeit besonders energiegeladen sind.

Die Geschlechtsreife setzt ein und die Hormone spielen verrückt. Auch der Jagdinstinkt kommt in diesem Alter zum Vorschein. Kurz gesagt, der junge Hund befindet sich in einer Phase, in der seine Grenzen ausgetestet werden.

Der Jagdtrieb eines Hundes beginnt im Allgemeinen zwischen dem 4. und 5. Dies kann jedoch von Rasse zu Rasse und auch individuell unterschiedlich sein.

Ziel ist es, diesen Trieb bereits in jungen Jahren unter Kontrolle zu halten und den Hund daran zu gewöhnen, auf Zuruf zurückzukommen.

2. Hunde, die nicht gehorchen

Vielleicht bist du mit deinem Latein am Ende, weil dein Schützling einfach nicht (mehr) gehorcht.

Auch in solchen Situationen kannst du das Schleppleinentraining anwenden. Dieses Training gibt dir mehr Kontrolle über deinen Liebling.

Leider ist es oft schwieriger, erwachsene Hunde zu trainieren. Hier solltest du vielleicht die Hilfe eines erfahrenen Hundetrainers in Betracht ziehen.

3. Hunderassen mit ausgeprägtem Jagdtrieb

Einige Rassen haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Sie verfolgen instinktiv alles, was sie als Beute wahrnehmen. Deshalb ignorieren sie auch den Rückruf ihres Besitzers.

Bei diesen Rassen empfiehlt es sich, bereits im Welpenalter konsequent darauf hinzuarbeiten. Jagdtrieb kontrollieren.

4. Kompromiss für Leinenpflicht und genügend Freiraum

Eine Schleppleine kann auch ein guter Kompromiss zur Leinenpflicht sein. Denn Hunde brauchen trotz Leinenzwang genügend Freiraum, zum Herumtollen und sich bewegen zu können.

Mit einer langen Schleppleine haben sie genügend Freiraum, um die Umgebung uneingeschränkt zu erkunden. Dein Liebling kann rennen, ohne dass du dir Sorgen machen musst, ob er auf deine Kommandos hört oder nicht.

Er hat einen größeren Aktionsradius und du behältst die Kontrolle über ihn.

5. Beim Training

Du brauchst eine Schleppleine zum Beispiel beim Radiustraining und Rückruftraining, um die Sicherheit deines Hundes zu gewährleisten. Die Schleppleine gibt dir die Kontrolle über deinen Hund, während er sich frei bewegen kann. Sie dient dazu, deinem Hund mehr Freiheit zu geben und ihn gleichzeitig im Notfall stoppen zu können.

Die Schleppleine hilft dir, deinen Hund langsam an längere Strecken zu gewöhnen, ohne dass er entwischen kann. Sie ermöglicht es dir, deinen Hund sanft und behutsam zurückzurufen, wenn er sich zu weit entfernt hat.

Die Schleppleine ist besonders wichtig, wenn dein Hund noch nicht zuverlässig auf den Rückruf reagiert. Sie ermöglicht dir, deinen Hund zu kontrollieren und ihn vor möglichen Gefahren zu schützen. Die Schleppleine ist ein Hilfsmittel, um eine positive und sichere Lernerfahrung für deinen Hund zu gewährleisten.

Sie ermöglicht es dir, das Training schrittweise zu intensivieren und Vertrauen aufzubauen.
Die Schleppleine ist ein vorübergehendes Hilfsmittel, das du während des Trainings einsetzt, um deinem Hund Freiheit zu geben und gleichzeitig seine Sicherheit zu gewährleisten.

7 Vorteile im Überblick

Vorteile Schleppleine
  • Unerwünschtes Jagdverhalten wird gemindert
  • Leinenführigkeit wird verbessert
  • ideale Erziehungsmethode bei Junghunden
  • weiterhin Auslauf, auch an Stellen, an denen die Leinenpflicht herrscht
  • Gefahren können leichter abgewendet werden (Giftköder etc.)
  • weitere Kontrolle auch bei Distanz
  • Rückruf kann sicherer antrainiert werden

Welche Schleppleine brauche ich?

Die wichtigsten Merkmale einer Schleppleine sind Material und Länge.

1. Die (optimale) Länge

Schleppleine Hund

Wie lang sollte die Leine sein?

Für den Anfang empfehlen wir eine Länge von ca. 5 Metern. Ein größerer Radius würde dich und deinen Hund anfangs überfordern.

Habt ihr euch beide an den Radius gewöhnt? Kannst du die Leine gut kontrollieren? Hört dein Hund in einem Radius von 5 Metern auf deine Kommandos? Dann kannst du auf eine längere Leine umsteigen.

Optimal sind 10 bis 15 Meter. Es gibt auch längere Schleppleinen. Beachte, dass die Verletzungsgefahr in gefährlichen Situationen steigt, je länger die Leine ist.

Außerdem solltest du darauf achten, dass die Leine optimal auf das Gewicht und die Größe deines Vierbeiners abgestimmt ist.

Du kannst dir sicher vorstellen, wie groß die Zugkraft eines großen Hundes sein kann, wenn er mit voller Kraft losrennt. Mit einer sehr langen Leine wäre er nur schwer zu stoppen und die Verletzungsgefahr für euch beide wäre zu groß.

2. Das Material

Die gängigsten Materialien für diese Leinen sind Fettleder, Biothane oder Nylon.

Viele Benutzer schwören auf die Griffigkeit und Geschmeidigkeit von Fettleder. So kommt es nicht zu schmerzhaften Verbrennungen, wenn die Leine einmal aus der Hand rutscht. Auch verknotet sie sich nicht so schnell.

Solange die Oberfläche gut behandelt ist, saugt sie sich bei ungünstigen Witterungsbedingungen nicht zu sehr mit Schlamm und Wasser voll. Dadurch wird die Leine auch nicht zu schwer.

Fettleder hat jedoch einen Nachteil:

Fettleder muss regelmäßig mit Lederfett gepflegt und kann nicht gewaschen werden. Bei der Pflege mit Fett ist die Dosierung wichtig.

Denn wenn man zu viel Fett verwendet, kann die Leine leicht aus der Hand rutschen. Schleppleinen aus Fettleder liegen preislich im oberen Bereich.

Das Material Biothane ist reißfest, flexibel und wartungsfrei. Es saugt sich nicht mit Schlamm und Wasser voll. Anhaftender Schmutz lässt sich leicht mit Wasser abwaschen.

Die Tücher sind auch in Signalfarben erhältlich. Sie liegen gut in der Hand und sind geschmeidig.

Zu beachten ist, dass einige Biothane-Leinen etwas rutschiger sind. Preislich liegen Biothane-Schleppleinen im mittleren Bereich.

Schleppleinen gibt es auch aus Nylon in gummierter und nicht gummierter Ausführung. Hier sollte man sich eher für die gummierte Version entscheiden.

Sie sind leicht, waschbar und trocknen schnell. Die meisten sind jedoch nicht wasserabweisend. Sobald sie Wasser aufnehmen, werden sie ziemlich schwer.

Leinen gibt es in Signalfarben. Preislich liegen sie im unteren Bereich.

Egal für welches Material du dich entscheidest, achte darauf, dass die Leine robust, reißfest und griffig ist.

Es ist immer ratsam, Handschuhe zu tragen. So vermeidest du Schürfwunden etc.

Wie soll ich die Leine verwenden?

Für den Anfang empfiehlt es sich, eine Leine zu kaufen, die etwa 5 Meter lang ist. Das hängt natürlich auch stark vom Gewicht und der Größe deines Hundes ab.

Als Faustregel gilt: Je größer und kräftiger deine Fellnase ist, desto kürzer sollte die Leine sein. Denn es dauert eine Weile, bis du dich an eine lange Leine gewöhnt hast.

Du kannst die Leine in der Hand halten oder sie über den Boden schleifen lassen. Entweder ziehst du an der Leine oder du trittst mit dem Fuß auf die Leine, damit dein Hund stehen bleibt. Auch das braucht Übung.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, besuche unsere App und übe mit deinem Hund das Schleppleinentraining anhand von Schritt-für-Schritt Videoanleitungen.

11 hilfreiche Tipps

Leine

Tipp #1: Nur mit Brustgeschirr verwenden

Du solltest bei einer Schleppleine immer ein Brustgeschirr verwenden. Das ist wichtig. Ein normales Halsband kann bei ruckartigem Ziehen zu Verletzungen in der Halswirbelsäule führen.

Tipp #2: Länge der Leine muss auf die Größe deines Hundes abgestimmt sein

Achte immer darauf, dass die Länge der Leine auch dem Gewicht bzw. der Größe deines Hundes entspricht. Je mehr dein Liebling wiegt oder je kräftiger er ist, desto „kürzer“ sollte die Leine sein. Die optimale Länge für Anfänger liegt bei etwa 5 Metern. Nach einiger Übung kann die Länge auf 10 bis 15 Meter erhöht werden. Das hängt wiederum von der Größe und dem Gewicht deines Hundes ab. Achte darauf, dass die Breite der Leine optimal ist. Für kleine Rassen sind schmalere oder dünnere Leinen besser geeignet.

Tipp #3: Signalfarben verwenden

Bei der Leinenfarbe sollte möglichst auf Signalfarben zurückgegriffen werden, damit die lange Leine von anderen wahrgenommen werden kann. Vor allem bei Dunkelheit oder schlechten Witterungsverhältnissen sind Signalfarben gut geeignet. Ein kräftiges Orange, Grün oder Pink in Neonoptik ist daher optimal.

Tipp #4: Rutschfeste Schuhe und Handschuhe tragen

Vor allem bei nassem Wetter ist es ratsam, rutschfeste Schuhe zu tragen. Denn wenn du auf die Leine treten musst, um deinen Hund zu stoppen, ist die Rutschgefahr mit nicht rutschfesten Schuhen größer. Du solltest auch Handschuhe tragen. So beugst du Schürfwunden und Verbrennungen an der Hand vor. Falls dir die Leine aus der Hand rutscht.

Tipp #5: Ein ruhiger Ort ist optimal für den Einstieg

Wenn du zum ersten Mal mit dem Training beginnst, ist es am besten, wenn du dich an einen ruhigeren Ort begibst. Ruhe ist wichtig, damit dein Hund nicht zu vielen Reizen ausgesetzt ist. So kann er sich besser auf das Schleppleinentraining konzentrieren.

Tipp #6: Immer erst für Leinenführigkeit sorgen

Das Schleppleinentraining dient der Verbesserung der Leinenführigkeit. Die Schleppleine sollte jedoch erst dann eingesetzt werden, wenn der Hund bereits über gewisse Grundkenntnisse verfügt. Verbrennungen, Gelenkprobleme oder andere Verletzungen können sonst die Folge sein. Wir empfehlen dir daher, deinen Hund zunächst an eine „herkömmliche“ Leine zu gewöhnen.

Tipp #7: Basic-Kommandos sollten, schon sitzen

Es ist ratsam, dass deine Fellnase bereits die Grundkommandos beherrscht. Ist dies nicht der Fall, wird es für dich schwieriger, ihr diese Kommandos aus größerer Entfernung beizubringen. Außerdem solltest du diese Kommandos sicher anwenden können, wenn du mit der Schleppleine arbeitest.

Tipp #8: Immer schön loben

Lob spielt in der Hundeerziehung eine wichtige Rolle. Deshalb ist es wichtig, auch beim Schleppleinentraining nicht auf Lob zu verzichten. Ob du deinem Hund ein Leckerli gibst, ihn streichelst oder verbal lobst, bleibt dir überlassen. Wichtig ist, dass das Lob unmittelbar nach der richtigen Handlung erfolgt.

Tipp #9: Geduld, Geduld und noch mehr Geduld

Geduld ist immer wichtig: Deshalb sollte sie auch beim Schleppleinentraining immer angewendet werden. Auf keinen Fall darf bei Ungehorsam ruckartig an der Leine gezogen werden. Auch lautes Schimpfen ist nicht zu empfehlen. Die Leine sollte nie als Strafe benutzt werden. Die Kommunikation zwischen euch sollte ausschließlich ruhig und konsequent sein. So vermeidest du, dass dein Liebling eine negative Beziehung zur Leine aufbaut.

Tipp #10: Nicht angeleint mit anderen Hunden spielen lassen

Achte besonders bei Schleppleinen darauf, dass dein treuer Begleiter nicht mit Artgenossen herumtollt. Zu groß ist die Gefahr, dass sich die Leine beim Spielen um den Hund wickelt. Außerdem können sich die Leinen verheddern, wenn der Spielkamerad ebenfalls angeleint ist.

Tipp #11: Immer achtsam sein

Bei der Verwendung einer Schleppleine musst du sehr vorsichtig sein und die Risiken kennen. Wenn dein Hund ruckartig losläuft, kann sich die Leine um deine Füße wickeln und du verlierst das Gleichgewicht.

2 Übungen mit der Schleppleine

Übung # 1: Rückruftraining mit der Schleppleine

  1. Beginne das Training in einer sicheren, eingezäunten Umgebung.
  2. Befestige die Schleppleine am Geschirr deines Hundes.
  3. Lass deinen Hund die Schleppleine hinter dir herziehen, während du die Leine festhältst.
  4. Gehe einige Schritte zurück und rufe deinen Hund freundlich und bestimmt zu dir.
  5. Benutze positive Verstärkung wie Lob oder Belohnung, wenn dein Hund auf deinen Ruf reagiert und zu dir kommt.
  6. Wenn dein Hund nicht sofort reagiert, ziehe sanft an der Schleppleine, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen.
  7. Wiederhole das Training regelmäßig und vergrößere langsam den Abstand zwischen dir und deinem Hund.
  8. Vermeide es, deinen Hund zu bestrafen oder grob an der Schleppleine zu ziehen, da dies das Vertrauen und die Motivation deines Hundes beeinträchtigen kann.
  9. Nutze ablenkungsfreie Umgebungen, um mit dem Training zu beginnen, und erhöhe die Ablenkung allmählich, wenn dein Hund zuverlässiger reagiert.
  10. Mit der Zeit kannst du die Schleppleine allmählich kürzen oder ganz entfernen, wenn dein Hund zuverlässig auf den Rückruf reagiert.

Bedenke, dass das Rückruftraining Zeit und Geduld erfordert. Bleibe konsequent, positiv und belohne deinen Hund für gutes Verhalten.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, besuche unsere App und übe mit deinem Hund das Rückruftraining anhand von Schritt-für-Schritt Videoanleitungen.

Übung # 2: Radiustraining mit der Schleppleine

  1. Beginne das Training in einem abgegrenzten Bereich, z.B. in einem eingezäunten Garten oder auf einem abgesperrten Platz.
  2. Befestige die Schleppleine am Geschirr deines Hundes.
  3. Lass deinen Hund die Schleppleine hinter dir herziehen, während du die Leine festhältst.
  4. Gehe langsam auf die Grenze des abgegrenzten Gebietes zu.
  5. Achte darauf, dass die Schleppleine locker bleibt und deinem Hund genügend Bewegungsfreiheit lässt.
  6. Wenn dein Hund die Grenze des abgegrenzten Bereichs erreicht, rufe ihn freundlich und bestimmt zu dir zurück.
  7. Benutze positive Verstärkung wie Lob oder Belohnung, wenn dein Hund auf deinen Rückruf reagiert und zu dir kommt.
  8. Wenn dein Hund nicht sofort reagiert, ziehe sanft an der Schleppleine, um seine Aufmerksamkeit zu erregen und ihn zu dir zu bringen.
  9. Wiederhole das Training regelmäßig und erhöhe langsam den Radius, in dem sich dein Hund frei bewegen darf.
  10. Baue nach und nach Ablenkungen wie andere Hunde oder Menschen ein, um deinen Hund daran zu gewöhnen, auch in reizvollen Situationen auf deinen Rückruf zu reagieren.
  11. Benutze die Schleppleine, um deinem Hund beizubringen, in deiner Nähe zu bleiben und die festgelegte Grenze nicht zu überschreiten.
    Mit der Zeit kannst du die Schleppleine immer kürzen oder ganz weglassen, wenn dein Hund zuverlässig innerhalb des festgelegten Radius bleibt.

Wichtig ist, dass du geduldig bist und das Training schrittweise aufbaust. Belohne deinen Hund für gutes Verhalten und sei konsequent in deinen Forderungen.

Häufig gestellte Fragen

Es ist normal, dass Welpen an der Leine ziehen, da sie noch alles Neue entdecken wollen. Wenn ältere Hunde an der Leine ziehen, kann das an mangelnder Erziehung, an der Rasse, an Stress oder an zu kurzen Spaziergängen liegen.

Wenn dein Hund anfängt zu ziehen, solltest du sofort stehen bleiben, bis er aufhört. Wenn er nicht aufhört, solltest du in die entgegengesetzte Richtung gehen. Auf keinen Fall darfst du deinen Hund ruckartig nach hinten ziehen.

Grundsätzlich sind Geschirre zu bevorzugen, da sie wesentlich schonender sind als Halsbänder. Durch die bessere Gewichtsverteilung des Geschirrs werden die Halswirbel im Vergleich zum Halsband entlastet.

Eine Schleppleine ist eigentlich eine ganz normale Leine. Sie ist jedoch länger als eine normale Leine. Meistens ist sie zwischen 5 und 15 oder sogar 20 Meter lang. Schleppleinen haben keine Ösen oder ähnliches, außer der Möglichkeit, sie am Brustgeschirr zu befestigen.

Die Schleppleine eignet sich besonders für junge Hunde, unfolgsame Hunde, Hunderassen mit ausgeprägtem Jagdtrieb und als Kompromiss für Hunde, die an der Leine geführt werden müssen.

Mein Fazit

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Mehr Informationen

Die Schleppleine und die Schleppleinenausbildung haben ihre Vorteile. Deshalb werden sie hauptsächlich für das Antijagdtraining verwendet.

So lernt dein Hund auch aus der Ferne, deinen Kommandos zu gehorchen.

Möchtest du deinem Hund trotz Leinenzwang einen größeren Auslauf gewähren? Das kann zum Beispiel in einer Grünanlage oder im Wald sein. Die Schleppleine ist hier ein guter Kompromiss.

Solange du dich an die Empfehlungen hältst und die nötigen Maßnahmen triffst, kann dich eine Schleppleine beim Training einen großen Schritt weiterbringen.

Sie sorgt für eine dauerhafte und gesunde Verbindung zwischen dir und deinem Hund. Wenn der Abstand zwischen euch beiden einmal größer ist als üblich, ist eine Schleppleine eine gute Lösung.

Verfasst von Anja Boecker
Verfasst von Anja Boecker

Servus, Hallo, Moin! Mein Name ist Anja Boecker und ich bin Hundetrainerin und Verhaltensberaterin (Zertifikat IHK). Mit diesen Artikeln möchte ich dir helfen, deinen Hund besser zu verstehen und eine unzertrennliche Bindung aufzubauen.

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1 Kommentar zu “11 Tipps für ein effektives Schleppleinentraining”

  1. Ich habe den Blogbeitrag gelesen und muss sagen, dass er sehr informativ ist. Auch der Schreibstil hat mir gefallen. Machen Sie weiter so und veröffentlichen Sie mehr Inhalte. Prost!

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