- Rohasche ist kein Inhaltsstoff, sondern ein Laborwert (Rückstände nach Verbrennung bei 550 °C) - Trockenfutter: 5-8 % Rohasche, Nassfutter: max. 2 % - Enthält Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Zink - Der Wert allein ist kein Qualitätsmerkmal (kann auch Verunreinigungen enthalten) - Zu niedrig = Mineralstoffmangel, zu hoch = mögliche Verunreinigung
5,7 % Rohasche steht auf der Verpackung und klingt nach Rückständen aus dem Kamin. Tatsächlich ist Rohasche kein Inhaltsstoff, sondern ein Laborwert: Was übrig bleibt, wenn man das Futter bei 550 °C verbrennt. Diese Rückstände sind Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Zink, die dein Hund braucht. Der Wert allein sagt aber nichts über die Futterqualität.
Rohasche(Mineralstoffe & Spurenelemente)
Jedes Hundefutter besteht aus sehr vielen Komponenten. Davon sind einige organisch, wie zum Beispiel Proteine, Kohlenhydrate und Fette. Diese sind vor allem da, um unseren Hunden genug Energie für den Tag zu liefern.
Doch diese Bestandteile alleine reichen noch nicht aus. Der Körper benötigt zusätzlich noch Mineralstoffe wie Zink, Eisen oder Calcium. Diese Komponenten des Hundefutters sind anorganisch. Hundefutterhersteller müssen genau analysieren, in welchem Verhältnis die Nährstoffe im Futter enthalten sind. Dazu wird es in einem Labor genau untersucht. Eine Methode, die dort angewandt wird, ist das Verbrennen.
Wird das Hundefutter bei mehreren hundert Grad erhitzt, verbrennen alle organischen Bestandteile. Alle übrigen, nicht verbrennbaren Stoffe bleiben als Asche zurück. Die Rohasche besteht aus allen anorganischen Stoffen im Futter. Dazu gehören vor allem wichtige Mengen- und Spurenelemente. Leider bleiben nach dem Verbrennen auch Verunreinigungen wie Sand oder Erde zurück.
Bei hochwertigen Futtersorten geht man davon aus, dass sich vor allem Mineralstoffe und keine Verunreinigungen in der Rohasche befinden.
Du findest den Rohaschegehalt bei jedem Hundefutter auf der Verpackung. Die Kennzeichnung ist gesetzlich vorgeschrieben. Die meiste Rohasche befindet sich in Mineralfuttersorten. Sie müssen mindestens 40 % Rohasche enthalten. Denn nur darin befinden sich alle Mineralstoffe. Auch Produkte mit viel Rohfaser (einem hohen Ballaststoffgehalt) haben einen höheren Rohaschegehalt.
Im Trockenfutter befinden sich in der Regel 5 bis 8 % Rohasche. Im Nassfutter sollte sich deutlich weniger befinden, höchstens 2 %. Der Rohaschegehalt im Futter ist dem von natürlicher Beute sehr ähnlich. Das deutet darauf hin, dass er so am besten verwertbar ist.
Ein wichtiger Bestandteil
Rohasche ist ein Bestandteil des Futters und ist besonders gesund. Es befinden sich überwiegend Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor und Natrium. Auch sind Spurenelemente wie Eisen, Jod und Zink vorhanden. Sie sind hochverwertbar und werden im Körper für viele Funktionen benötigt. Das Futter hat an sich meist nicht genügend Mineralstoffe. Deswegen ist es wichtig, dass bei der Verarbeitung zusätzliche Mineralien ergänzt werden. So entsteht der Rohaschegehalt im Futter. Leider kann man vom Rohaschegehalt nicht auf die Qualität des Futters schließen. Verunreinigungen wie Sand oder Erde zählen genauso zur Rohasche wie wichtige Mineralstoffe. Welcher Anteil der Rohasche am Ende wirklich verwertbar ist, kann man also nicht eindeutig sagen.
Jedoch unterliegen die meisten Futtersorten strengen Kontrollen. Du kannst also davon ausgehen, dass sich zumindest in den hochwertigen Sorten so gut wie gar keine Verunreinigungen befinden. Entdeckst du einen sehr hohen Rohaschegehalt? Die Angaben zu den Mineralstoffgehalten fehlen? Dann sei vorsichtig. Dann könnte es sein, dass die Mineralstoffe zu hoch dosiert sind. Eine Überversorgung ist genauso schädlich für deinen Hund wie ein Mineralstoffmangel. Befindet sich im Hundefutter sehr viel Rohasche? So ist der Anteil von organischen Bestandteilen automatisch niedriger. Nimmt dein Hund weniger Proteine und Kohlenhydrate auf, fehlen ihm wichtige Nährstoffe. Der Körper hat zu wenig Energie.
Achte also darauf, dass der Rohaschegehalt in einem normalen Bereich liegt. Bei dem angegebenen Wert handelt es sich um einen Maximalwert. Letztendlich wird sich wahrscheinlich weniger Rohasche im Futter befinden als angenommen.
Die Weender Analyse: alle Werte zusammen lesen
Auf der Verpackung findest du neben Rohasche auch Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Feuchtigkeit. Diese fünf Werte stammen aus der sogenannten Weender Analyse und ergeben zusammen annähernd 100 Prozent. Was fehlt, sind die stickstofffreien Extraktstoffe (NfE): Kohlenhydrate, die nicht deklariert werden müssen.
Die Berechnung: NfE = 100 % minus Rohprotein minus Rohfett minus Rohfaser minus Rohasche minus Feuchtigkeit
Ein Beispiel: Trockenfutter mit 25 % Rohprotein, 14 % Rohfett, 3 % Rohfaser, 7 % Rohasche und 10 % Feuchtigkeit enthält rund 41 % Kohlenhydrate. Liegt dieser Wert über 50 %, ist das Futter kohlenhydratlastig und liefert weniger tierische Nährstoffe pro Gramm.
Der Trick funktioniert auch bei Nassfutter. Dort liegt die Feuchtigkeit bei 70 bis 80 %, weshalb alle anderen Werte kleiner ausfallen. Die Verhältnisse bleiben aber gleich. Wer Nass- und Trockenfutter vergleichen will, rechnet die Werte auf Trockenmasse um: den jeweiligen Wert durch (100 minus Feuchtigkeitsgehalt) teilen und mit 100 multiplizieren.
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Frage 1 von 3Was genau ist Rohasche im Hundefutter?
Nährstoffwerte verstehen









