Kaltgepresstes Hundefutter wird bei niedrigen Temperaturen verarbeitet und soll Nährstoffe und Vitamine besser erhalten als herkömmliches Trockenfutter. Welche Kaltpress-Marken unsere Qualitätsschwelle erreichen, siehst du unten.
Bestenliste Kaltgepresst
| Rang | Produkt | Gesamtnote | Fleisch |
|---|---|---|---|
| Rind Premium Trockenfutter (gebacken) von Escapure — zur Markenanalyse | ![]() | 4,3/5 | 55% |
| TrockenBarf Complete Plus Pferd von Fresco — zur Markenanalyse | ![]() | 4,2/5 | 82% |
| TrockenBarf Complete Plus Huhn von Fresco — zur Markenanalyse | ![]() | 4,0/5 | 80% |
Daten automatisch generiert aus unseren Testberichten. Methodik: Testkriterien.
Ein Teil der bekannten Kaltpress-Marken (Müllers Naturhof, Markus-Mühle, Lupo Natural, Magnusson) hat unsere Empfehlungsschwelle von 3,0 nicht erreicht. Die Kaltpressung allein sagt nichts über den Fleischanteil oder die Deklaration aus. Diese Marken sind auf der Markenübersicht sowie im Hundefutter-Explorer einsehbar.
Was ist kaltgepresstes Hundefutter?
Kaltgepresstes Hundefutter wird bei niedrigen Temperaturen (unter 80°C) verarbeitet: im Gegensatz zu herkömmlichem extrudiertem Trockenfutter, das bei 120–180°C hergestellt wird.
Der Herstellungsprozess
Beim Kaltpressen werden die Zutaten zerkleinert, gemischt und unter hohem Druck durch eine Matrize gepresst: ähnlich wie bei einer Pelletpresse. Die niedrigere Temperatur soll hitzeempfindliche Vitamine, Enzyme und Nährstoffe besser erhalten.
Kaltgepresst vs. Extrudiert
Kaltgepresstes vs. Extrudiertes Trockenfutter
Ein wichtiger Unterschied: Kaltgepresstes Futter zerfällt im Magen und löst sich auf, statt aufzuquellen wie extrudiertes Trockenfutter. Extrudiertes Futter kann im Magen das 2–3-fache seines Volumens annehmen: das erhöht das Risiko einer Magendrehung, besonders bei großen Hunden. Kaltgepresstes Futter birgt dieses Risiko nicht.
Für welche Hunde ist kaltgepresstes Futter geeignet?
Worauf bei kaltgepresstem Futter achten?
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Fleischanteil: Auch bei kaltgepresstem Futter ist der Fleischanteil entscheidend. Achte auf mindestens 30 % Frischfleisch oder Trockenfleisch.
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Transparente Deklaration: Alle Zutaten sollten einzeln aufgelistet sein, nicht unter Sammelbegriffen wie "tierische Nebenerzeugnisse" versteckt.
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Keine künstlichen Zusätze: Kaltgepresstes Futter sollte ohne Farbstoffe, Aromen und chemische Konservierungsmittel auskommen.
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Haltbarkeit: Kaltgepresstes Futter hat eine kürzere Haltbarkeit als extrudiertes. Achte auf das MHD und lagere es kühl und trocken.
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Echte Kaltpressung: Manche Hersteller bezeichnen ihr Futter als "kaltgepresst", obwohl die Zutaten vorher stark erhitzt wurden. Achte auf transparente Herstellerangaben.
Der Begriff "kaltgepresst" ist nicht geschützt. Einige Hersteller erhitzen die Zutaten vor dem Pressen auf hohe Temperaturen: nur der letzte Pressvorgang erfolgt "kalt". Frage im Zweifel beim Hersteller nach der exakten Verarbeitungstemperatur in allen Produktionsschritten.
Futterumstellung auf kaltgepresst
Kaltgepresstes Futter verhält sich im Magen anders als extrudiertes: es quillt nicht auf, sondern zerfällt. Stelle trotzdem langsam über 7–10 Tage um: Starte mit 25 % kaltgepresst und 75 % bisheriges Futter, steigere dann schrittweise. Mische kaltgepresstes und extrudiertes Futter nicht dauerhaft: die unterschiedlichen Verdauungszeiten können Blähungen und Verdauungsprobleme verursachen.
Haltbarkeit und richtige Lagerung
Kaltgepresstes Futter hält ungeöffnet 12 bis 18 Monate. Extrudiertes Trockenfutter kommt auf 18 bis 24 Monate, weil die Hochtemperaturverarbeitung Keime effektiver abtötet und die Restfeuchtigkeit stärker reduziert.
Nach dem Öffnen sollte kaltgepresstes Futter innerhalb von 4 bis 6 Wochen verbraucht werden. Lagere es unter 20 °C, trocken und lichtgeschützt. Ein luftdichter Behälter aus Keramik oder Edelstahl ist ideal. Plastikbehälter können Gerüche annehmen und an das Futter abgeben.
Bei Temperaturen über 25 °C (Sommer) verkürzt sich die Haltbarkeit nach dem Öffnen auf 3 bis 4 Wochen. Kaufe in den Sommermonaten lieber kleinere Gebinde, auch wenn der Kilopreis höher ist. Ranziges Futter erkennst du am muffigen Geruch und daran, dass dein Hund es plötzlich verweigert.
Kostenvergleich: Kaltgepresst vs. Extrudiert
Kaltgepresstes Trockenfutter kostet im Schnitt 8 bis 14 Euro pro Kilogramm. Extrudiertes Premium-Trockenfutter liegt bei 5 bis 10 Euro. Für einen 20 kg Hund mit ca. 300g Tagesbedarf ergibt das:
- Kaltgepresst: 2,40 bis 4,20 Euro pro Tag (72 bis 126 Euro/Monat)
- Extrudiert (Premium): 1,50 bis 3,00 Euro pro Tag (45 bis 90 Euro/Monat)
Die Differenz liegt bei 30 bis 40 Euro pro Monat. Ob sich die Investition lohnt, hängt vom Hund ab. Bei empfindlicher Verdauung oder Rassen mit Magendrehungs-Risiko (Deutsche Dogge, Weimaraner, Setter) kann die bessere Verträglichkeit Tierarztkosten einsparen. Für Hunde ohne Verdauungsprobleme bringt ein hochwertiges extrudiertes Futter mit hohem Fleischanteil den gleichen Nährwert.
Weitere Futterarten im Überblick
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Hast du aufgepasst?
Frage 1 von 3Was passiert mit kaltgepresstem Futter im Magen des Hundes?
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