Welpe Pfote Schläft

Wie lange schlafen Hunde? (Alle Schlafphasen erklärt)

Die Nacht war kurz, der Tag ist lang. Du fühlst dich „hundemüde“? Als Mensch achtest du in der Regel auf deinen Schlafrhythmus. Das Gleiche solltest du auch für deinen Hund übernehmen. 

Denn „müde“ wird nicht umsonst durch „hundemüde“ verstärkt. 

Hunde brauchen wesentlich mehr Schlaf als wir. Um sich zu erholen und Kraft zu tanken, muss dein Vierbeiner ausreichend schlafen.

Hier erfährst du, wie viel Schlaf Hunde tatsächlich benötigen, was einen guten Schlaf ausmacht und wie du deinen Hund darin unterstützen kannst.

Der Schlafbedarf von Hunden

Husky Hundehöhle Schlafen

Der durchschnittliche Schlafbedarf von Hunden liegt bei 14-20 Stunden pro Tag. Alter und Größe des Hundes spielen hierbei eine wichtige Rolle. 

Welpen brauchen den meisten Schlaf. Mit 18-22 Stunden verschlafen sie fast den ganzen Tag

Auch große, ältere oder kranke Hunde benötigen 16-20 Stunden Schlaf. Durch den hohen Schlafbedarf schlafen Hunde nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Allerdings beinhaltet der Schlafbedarf auch verschiedene Schlafphasen.

Hunde haben die zwei selben Schlafphasen wie Menschen: Eine Tiefschlafphase und eine Phase mit leichtem Schlaf.

1. Die REM-Phase

Hunde haben die zwei selben Schlafphasen wie Menschen: Eine Tiefschlafphase und eine Phase mit leichtem Schlaf

Die Tiefschlafphase (auch Rapid Eye Movement kurz REM-Schlaf genannt) dient dazu die Ereignisse des Tages zu verarbeiten. In dieser Phase träumen Hunde. Während dein Hund träumt, kannst du das gut beobachten. 

Er erlebt noch einmal die Ereignisse des Tages. Auch Gefühle werden noch einmal durchlebt. Das bewirkt das Zucken in den Pfoten oder die Bewegung der Augenlieder. Auch ein leises Winseln oder sogar ein lautes Bellen im Schlaf ist möglich. 

Diese Zuckungen und Geräusche sind ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Vielmehr ist es sehr unterhaltsam deinen Hund beim Schlafen zu beobachten. Je aufregender der Tag deines Hundes war, desto bewegungs- und geräuschreicher wird sein Schlaf sein. 

Nur durch diese Verarbeitungszeit kann sich dein Vierbeiner erholen und regenerieren. Vor allem bei jungen oder alten Hunden kannst du die Traumphase ganz genau beobachten. 

Achte aber darauf deinen Liebling niemals während seiner Tiefschlafphase zu stören. Auch der liebste Hund kann in dieser Situation aggressiv werden.

2. Die Ruhe-Phase

Der Schlafzyklus von Hunden unterscheidet sich im Gegensatz zu den Phasen vom Menschen. Der Schlafzyklus von Hunden dauert lediglich 20 Minuten. Deshalb schlafen Hunde oft, aber eher für einen kürzeren Zeitraum. 

Nach einem Gassigang ist ein kurzes Schläfchen genau das Richtige für deinen Hund, um den Ausflug zu verarbeiten. Nach nicht einmal einer halben Stunde Schlaf ist dein Vierbeiner wieder topfit.

Die zweite Ruhephase von Hunden, in der sie nur einen leichten Schlaf haben, kann in „Ausruhen“ und „Dösen“ unterteilt werden. 

Beim Ausruhen müssen die Augen deines Hundes nicht geschlossen sein. Meist liegt er entspannt da oder kuschelt mit dir. In diesem Zustand ist es wichtig in nicht zu stören. Auch das Ausruhen ist ein wichtiger Teil des Erholens. 

Das Dösen ist ein Dämmerzustand, in dem dein Vierbeiner mit geschlossenen Augen ruhig daliegt. Aber täusche dich nicht, auch wenn es nicht so scheint, bekommt er in diesem Zustand alles mit. Gehör- und Geruchssinn erlauben es deinem Liebling nichts zu verpassen. Er kann jeder Zeit aus diesem Zustand aufspringen und dich begleiten, wenn seine Neugier geweckt ist.

Die Schlafqualität ist entscheidend

Entscheidend ist nicht nur wie lange oder wie oft dein Hund schläft, sondern auch wie gut. Hier kommt es auf die Schlafqualität an. 

Die Tiefschlafphase wird nur dann erreicht, wenn dein Vierbeiner vollends entspannt ist. 

Bei einem kurzen Nickerchen in der leichten Schlafphase schlafen Hunde meist auf dem Bauch oder zusammengerollt. Da er weiterhin wachsam und seine Muskeln angespannt sind, wird er hierbei nicht in den Tiefschlaf übergehen. 

Eine entspannte Schlafposition ist seitlich oder auf dem Rücken liegend. Wenn dein Hund auf dem Rücken liegt ist er völlig entspannt und sorglos. 

Am einfachsten und besten wird dein Vierbeiner schlafen, wenn du ihn ausreichend gefordert und ausgepowert hast. Reichlich Bewegung und genug Aufmerksamkeit sind sehr wichtig für einen hochwertigen Schlaf.

Schlafmangel und seine Folgen...

Zu wenig Schlaf hat auch bei Hunden schwere Folgen. Diese 5 Folgen können der Reihe nach auftreten. Die Dauer der einzelnen Phasen kann unterschiedlich sein. 

Bevor es allerdings so weit kommt, solltest du den Tierarzt deines Vertrauens aufsuchen.

  1. Dein Hund ist völlig überdreht.
  2. Seine Konzentration und seine motorischen Fähigkeiten lassen nach.
  3. Die Reizbarkeit und Nervosität steigt.
  4. Er wird anfällig für Krankheiten und reagiert zunehmend aggressiv. 
  5. Schwerwiegende und chronische Erkrankungen treten auf.
Es kann sein, dass dein Hund aufgrund seiner Rasse Schlafprobleme hat. Besonders bei Hunden mit kurzen Schnauzen, wie Bulldogen oder Möpsen, tritt das Problem auf. Diese sogenannte Schlafapnoe ist eine körperliche Ursache.
 
Andere Ursachen können zu viel Geräusche oder Ablenkungen sein. Behalte die Schlafphasen deines Hundes immer im Auge, damit du sofort reagieren kannst, falls es zu Änderungen kommen sollte. 

Auch zu viel Schlaf ist tatsächlich möglich. Wenn dein Hund nur noch am Schlafen ist, solltest du ihn auch genauer beobachten. Es kann sein, dass er unterbeschäftigt ist oder an Depressionen leidet. 

Wenn dein Liebling nicht genug Aufmerksamkeit bekommt, weiß er nichts mit seiner Zeit anzufangen und schläft aus purer Langeweile. 

Bei ungewöhnlich viel Schlaf solltest du ebenfalls deinen Tierarzt aufsuchen. So kann abgeklärt werden, ob die Schlaferei emotionale oder doch körperliche Ursachen hat.

 

Schlafoptimierung und -unterstützung

Hundebett

Stelle sicher, dass dein Hund immer genügend Ruhephasen zwischen Aktivitäten hat. Eine dauerhafte Bespaßung schadet deinem Liebling nur. Nur so kannst du ihn langfristig geistig und körperlich fit halten. 

Nicht jeder Hund ist gleich und schafft es, sich von sich aus auszuruhen. Durch jahrelange Züchtigungen hat der Mensch dafür gesorgt, dass sein treuer Begleiter allzeitbereit ist. 

Die Angst, etwas Wichtiges zu versäumen, hält ihn vom Schlafen ab. Wenn dein Vierbeiner nicht gelernt hat, sich seine Ruhezeiten zu nehmen, wird er es auch nicht machen. Auch wenn sein Körper ihm klare Signale sendet, kann es vorkommen, dass er sie ignoriert.

Du kannst also davon ausgehen, dass du deinen Hund beim Schlafen unterstützen musst. Am besten bringst du ihm schon als Welpen bei, dass er zur Ruhe kommen muss. Du kannst dich mit ihm zusammen hinlegen und ihn dadurch zum Schlafen animieren. 

Dein Hund wird sich mit der Zeit bestimmte Schlafplätze aussuchen. Wenn er sich auf diese zurückzieht, solltest du ihn nicht stören. Vermeide Lärm oder Spielversuche.

Ein geregelter Tagesablauf ist eine große Hilfestellung. Wenn es gleichbleibende Zeiten zum Fressen und Spielen gibt, kommt das auch dem Schlafverhalten zugute. So entsteht ein regelmäßiger Schlafrhythmus, da dein Hund sich so sicher fühlt.

Wie soll der Schlafplatz sein?

Du kannst deinen Liebling auch durch einen gut ausgewählten und vorbereiteten Schlafplatz unterstützen. 

Natürlich schlafen Hunde am liebsten auf den Sofas und in den Betten ihrer Menschen. Die Frage ist, ob dir das recht ist? Wenn ja, tust du deinem Vierbeiner einen großen Gefallen. 

Da Hunde stets die Nähe ihrer menschlichen Rudelmitglieder suchen, ist das auch bei der Auswahl des Schlafplatzes wichtig. 

Wenn du den ganzen Tag im Arbeitszimmer sitzt oder in der Küche stehst, sollte dort auch ein Körbchen für deinen Liebling stehen. So kannst auch du die Gesellschaft deines Hundes genießen. 

Achte immer darauf, dass der Schlafplatz folgende Kriterien erfüllt:

  • Keine Zugluft 
  • Keine Sonne oder übermäßiger Lichteinstrahlung 
  • Ruhe
  • Nähe zu dir
  • Ausreichend Platz
  • Nicht direkt an der Heizung
  • Wand im Rücken

Mein Fazit

Hundeo Logo Frau mit Hund

Letztendlich ist eines klar. Hunde sind wahre Vielschläfer. Ausreichender und hochwertiger Schlaf sind sehr wichtig für das Wohlbefinden deines Hundes. So bleibt er körperlich und geistig fit. 

Durch feste Schlafgewohnheiten und ausgewählte Schlafplätze kannst du deinen Vierbeiner am besten unterstützen. 

Danach bleibt nur noch eines – deinem Liebling süße Träume zu wünschen!

Verfasst von Claudia Weise
Verfasst von Claudia Weise

Ich bin die Chefredakteurin von Hundeo. Meine Mission ist es, die besten Hunde Ratgeber im Netz zu veröffentlichen. Hast du Feedback oder Anregungen zum Artikel, dann freue ich mich von dir zu hören.

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