Blähungen

Wie gut ist Diätfutter wirklich?

Veröffentlicht: 07. April 2018

Geschrieben von:

Enrico
Enrico

Wieso wird mein Hund immer dicker? Eine Frage, die sich sehr viele Besitzer mit der Lebenszeit ihres Hundes einmal gefragt haben. Doch es gibt so viele Gründe, wieso der einst so sportliche Hund etwas in die Breite geht. Die häufigste Ursache ist wohl das ständige Beifügen von Leckerli oder sogar Reste von deinem Essen. Oftmals ein teurer Fehler…

Der Hund nimmt zwischen den normalen Mahlzeiten zusätzliche Energie durch das Essen auf. Allerdings kann die überschüssige Energie nicht verarbeitet werden und wandelt sich in Fett um. Das Fett setzt an und schon nimmt der Hund an Gewicht zu. Ein anderer Grund könnte eine Kastration sein. In wenigen Fällen auch natürliche Veranlagung. 

Solltest du dieses Problem haben, dann wollen wir dir in diesem Artikel mit konkreten Tipps und Empfehlungen weiterhelfen.

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Das Royal Canin Diätfutter hat einen guten Proteingehalt und eine spezielle Faserkombination, die dafür sorgt, dass der Hund schneller satt ist. Zudem sind zahlreiche Nährstoffe, Vitamine und Mineralien enthalten, die gegen Mangelerscheinung vorbeugen. 

Bis zu 32% weniger Kalorien bietet das Royal Canin Diätfutter und ist somit für einen übergewichtigen Hund perfekt geeignet. 

Für wen ist dieser Artikel?

hund dick

Unser Artikel ist für alle Hundehalter geschrieben, die einen übergewichtigen Hund zu Hause haben und heute etwas daran ändern wollen.

Wir haben dutzende Hundefutter getestet und für diesen Artikel weitere Marken analysiert. Damit wir dir guten Gewissens weiterhelfen können.

Worauf wir achten 🐶

Wir haben bei unserer Futter Recherche zuerst einen Blick auf die Kalorienmenge geworfen. Für ein Diätfutter muss der Kaloriengehalt zwischen 15% und 25% liegen. Dieser Gehalt wird anhand eines erwachsenen Hundes bemessen und gilt nicht für Welpen. 

Danach haben wir einen genauen Blick auf die Fütterungsmenge geworfen. Auf jeder Verpackung sollte eine deutliche Fütterungsmenge vorhanden sein. Idealerweise in Tabellenform mit Gewicht des Hundes und der empfohlenen Tagesration. 

Essenzielle Fettsäuren sollten auch bei einem guten Diätfutter enthalten sein, denn durch die Omega-3-Fettsäuren wird der Blutzuckerspiegel des Hundes stabilisiert. 

Für eine ausreichende Ballaststoffzufuhr sind Naturfasern ein Muss. Sie sorgen dafür, dass der Hundemagen ausreichend gefüllt wird und gleichzeitig die Darmgesundheit erhalten bleibt. Sie sorgen auch für den Erhalt der Muskeln.

Geeignetes Futter zum Abnehmen

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So sah unser "Testlabor" aus

In vielen wissenschaftlichen Studien haben sich Futtermarken herausgestellt, die für eine Reduktionsdiät geeignet sind. Mit ihnen können die besten Erfolge in Bezug auf das Abnehmen des Hundes erzielt werden. 

Dabei ist es wichtig, dass der Hund gesund und nachhaltig abnimmt und nicht vom Jojo-Effekt betroffen wird. Zudem sollte die Muskelmasse nicht von der Abnahme betroffen sein. Dazu eignet sich spezielles Diätfutter. 

 

Diätfutter vs. Light-Futter

Heute gibt es zahlreiche Futtermarken, die entweder als Diätfutter oder als Light-Futter bezeichnet werden. Die Hersteller werben in beiden Fällen mit hervorragendem Diätfutter, aber welche Unterschiede gibt es zwischen diesen beiden Sorten?

  • Light-Futter
    Hersteller dürfen sich den Zusatz „light“ eigenständig geben. Er ist eine Marketing-Bezeichnung. In der Regel bezeichnen die Hersteller ein Hundefutter mit dem Begriff „light“, wenn es sich um das kalorienärmste Futter aus der eigenen Produktionsserie handelt.

    Also kann es vorkommen, dass das Light-Futter des einen Herstellers die gleiche Kalorienanzahl hat wie das normale Hundefutter bei einem vollkommen anderen Hersteller.

  • Diätfutter
    Anders ist es bei der Bezeichnung Diätfutter. Der Name Diätfutter ist rechtlich geschützt und darf nicht vom Hersteller vergeben werden. Das Futter muss laut Futtermittelrecht besondere Ernährungszwecke erfüllen.

    Außerdem wird genau auf festgelegte Qualitätsrichtlinien der EU geachtet. Alle Angaben müssen auf der Verpackung festgehalten werden, damit jeder Hundehalter genau prüfen kann, ob es sich um ein Diätfutter handelt.

Worauf sollte ich bei einem guten Diätfutter achten?

unverträglichkeit beim hund

Ein gutes Diätfutter muss einen niedrigen Kaloriengehalt haben. Dabei gilt als Richtlinie immer das normale Hundefutter. In der Regel liegt der Kaloriengehalt für ein gutes Diätfutter – je nach Hersteller – bei 15% bis 25% des normalen Hundefutters. Dabei gilt der Kaloriengehalt für einen erwachsenen Hund.

Außerdem sollte ein gutes Diätfutter auf jeden Fall weniger Energie beinhalten, jedoch mehr Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Gerade während des Abnehmens braucht Dein Hund Vitamine und Mineralstoffe, damit kein Mangel entsteht. 

Auch wenn ein gutes Diätfutter einen geringen Fettgehalt haben sollte, müssen Fettsäuren enthalten sein. Fettsäuren sind lebenswichtig und versorgen Deinen Hund mit wichtigen Inhaltsstoffen. Gerade Omega-3- und 6-Fettsäuren sind wichtig. Sie sind entzündungshemmend und gleichzeitig für die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels zuständig.

Mittlerweile sollte ein gutes Diätfutter einen hohen Proteinanteil aufweisen. Damit wird das Diätfutter schmackhaft und enthält ausreichend Aminosäuren. Sie sind gut für den gezielten Fettabbau. Zudem wird der Erhalt der Muskeln gewährleistet, auch wenn das Gewicht reduziert wird.

Ein Muss sind Nahrungsfasern. Sie können löslich oder unlöslich sein. Sie werden als Ballaststoffe gesehen und sorgen dafür, dass der Magen des Hundes voll wird. Zudem können sie die Darmgesundheit und die Verdauung regulieren, wenn sie in der richtigen Menge enthalten sind. 

Natürlich sollte das Futter leicht abzuwiegen sein.

 

Warum nicht einfach „FdH“?

Vielen ist der Begriff „FdH“ bekannt und sie fragen sich, warum für einen Hund „Friss die Hälfte“ nicht ausreicht. Beim ersten Überlegen könnte „FdH“ eine gute Idee sein, die zudem auch noch günstig ist. 

Aber beim zweiten Gedanken wird deutlich, dass der Hund nicht einfach weniger Futter bekommen kann. Die Gründe erläutern wir hier:

  • Mangelerscheinung
    Solltest Du auf FdH setzen, dann bekommt Dein Hund nicht nur die Hälfte an Futter, sondern auch die Hälfte an Vitaminen, Mineralien und allen lebenswichtigen Bausteinen. So kann es schnell zu einer Mangelerscheinung kommen. Die Folge können schwerwiegende Krankheiten sein.

  • Verlust von Muskelmasse
    Einige Studien haben erwiesen, dass bei FdH der Hund viel Muskelmasse verliert. Aber genau das ist bei einer Diät falsch. Die Muskelmasse muss weitest gehend erhalten bleiben. Das Fett muss verschwinden.

  • Jojo-Effekt Gefahr
    Sobald zu viel Muskelmasse verloren geht, kann der Jojo-Effekt einsetzen. Der Grund ist recht simpel: Muskeln verbrauchen Energie. Sobald weniger Muskeln vorhanden sind, kommt es zu einem Überschuss von Energie und der Hund bildet als Folge neue Fettpolster.
      
  • Betteln und Frustabbau
    Ein Hund bekommt schnell mit, dass der Napf nur noch halb so voll ist und der Magen knurrt. Die Folge ist ein Bettelverhalten. Gerade bei extremem Bettelverhalten gibt der Hundebesitzer sehr schnell nach.

    Aber der Hund kann auch Frust aufbauen. Er beginnt nicht nur Lebensmittel des Menschen zu stehlen und zu fressen, sondern lässt seine Frust an Möbeln oder anderen Dingen aus.

Wie sinnvoll ist es, Diätfutter selbst aufzubereiten?

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Diätfutter kann durchaus auch selber gekocht werden. Allerdings haben unzählige Erfahrungen deutlich gemacht, dass der Erfolg ausbleibt. Die Gründe liegen meist darin, dass die Zutaten nicht genau abgewogen werden.

Zudem ist es recht schwierig die genaue Zusammensetzung für das Hundefutter zu finden. Es gibt im Internet zwar einige gut klingende Rezepte, aber diese sind anhand anderer Hundebesitzer gemacht worden. 

Vor allen Dingen achten Hundebesitzer immer auf den Geschmack ihres Hundes und so kommt es schnell vor, dass das eigentliche Diätfutter mehr zum Schlemmermenü und somit eher die Waage belastet und nicht entlastet wird.

Auch kann das Kochen von Diätfutter mit der Zeit sehr ins Geld gehen. Die hochwertigen und frischen Zutaten sind kostenintensiv. Außerdem ist der Zeitaufwand wirklich immens.

Sollte dich aber das Thema selbst kochen interessieren, empfehlen wir dir unsere Anleitung zum Barfen für Anfänger.

 

Ab wann gilt der Hund als zu dick?

Bei jedem Tierarzt und auch im Internet gibt es Gewichts-Tabellen für einzelne Rassen. Hier stehen die durchschnittlichen Normalgewicht der Hunde. An denen kannst Du dich ein wenig orientieren. 

Allerdings musst Du immer bedenken, dass jeder Hund – auch wenn er von der gleichen Rasse ist – ein anderes Verhalten hat. Die Unterschiede liegen beim Tagesablauf, bei Fressgewohnheiten und Aktivität. 

Zudem spielt das Alter und das Geschlecht ebenfalls eine wichtige Rolle. Grundsätzlich kannst Du durch einige Tipps schnell feststellen, ob Dein Hund an Übergewicht leidet:

  •  Die Taille ist gefüllt
  •  Die Rippen sind nicht leicht spürbar
  •  Die Rippen können nicht gezählt werden
  •  Fettpolster an Rücken und Schwanzansatz
  •  Bewegungsfreude hat nachgelassen

Was genau ist Übergewicht?

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Ältere Hunde neigen auch schneller zu Übergewicht

Übergewicht wird in der Medizin auch als Adipositas bezeichnet. Darunter versteht man eine Ansammlung des Fettgewebes. Alles, was mindestens 10% über dem Normalgewicht liegt, wird als Übergewicht bezeichnet. 

Adipositas (Fettleibigkeit) besteht bei mehr als 20% des Normalgewichts.

 

Ursachen für Adipositas

Die Entstehung von Übergewicht (Adipositas) beginnt mit einem Ungleichgewicht. Der Hund nimmt viel Energie auf, verbraucht aber nicht genug. Im Grunde muss die Futtermenge anhand der Aktivität berechnet werden, denn ein Hund der den ganzen Tag liegt oder krank ist, sollte nicht die gleiche Futtermenge bekommen, wie ein Hund, der den ganzen aktiv ist.

Auch die Aufnahme von zu viel Hundefutter kann schnell zu Übergewicht führen. Ein Grund ist zudem die Kastration

Vor der Kastration verbraucht der Hund viel Energie und diese wird über das Futter aufgenommen. Nach der Kastration verringert sich der Energieverbrauch und somit muss die Nahrungsmenge auch angepasst werden. Ansonsten ist Übergewicht die Folge. 

Es gibt auch einige Hunderassen, die von Natur aus zu Übergewicht neigen. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Zu den Hunderassen gehören Beagle, Labrador, Retriever und Basset. 

Ein weiterer Grund ist einfach zu viel vom Futter. 

Dein Hund bekommt nicht nur die tägliche Futterration, sondern auch viele Leckerchen und auch noch Reste vom Tisch. Dadurch bekommt der Hund zu viel Energie, die er nicht abbauen kann.

 

Warum ist Übergewicht für Hunde so gefährlich?

Übergewicht ist für Hunde sehr gefährlich. Nicht nur, dass seine Lebensqualität immens beeinträchtigt wird, er wird auch antriebslos. Die körperliche Belastung bei der Bewegung ist für den Hund zu viel. 

Er ermüdet sehr schnell und kommt außer Atem. Auch hohe Temperaturen machen dem Hund schwer zu schaffen. 

Zudem ist Übergewicht für die Gesundheit nicht gut. Ein übergewichtiger Hund bekommt schnell Probleme mit Knochen und Gelenke, denn das Gerüst des Hundes ist mit einem zu hohen Gewicht belastet. Außerdem können Herz-Kreislauf-Probleme oder Diabetes die Folge sein. 

Erwiesenermaßen ist die Gefahr an einem Tumor zu erkranken bei einem übergewichtigen Hund größer, als bei einem normal gewichtigen Hund.

 

Was hilft gegen Übergewicht?

Im Grunde gibt es mehrere Möglichkeiten, dem Übergewicht den Kampf anzusagen:

  • Energiezufuhr um 20 bis 25% reduzieren
  • zusätzliche Bewegung im Wasser
  • energiearmes, rohfaserreiches Diätfutter geben
  • keine Snacks oder Reste vom Tisch mehr
 

Weiterführende Quellen:

Josera – Hund zu dick

Fressnapf – Übergewicht beim Hund

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