nierenkranker hund

Was du über Nierendiät wissen solltest
( Hundefutter für Nierenkranke )

Nierenkranke Hunde müssen mit einer speziellen Ernährung bedacht werden. Das ist wichtig. In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Futtersorten für deinen Hund geeignet sind und gibt es einige Futtermarken, die auch Spezialfutter für nierenkranke Hunde im Sortiment haben. Aber ein normaler Hundehalter kennt sich mit den Gegebenheiten nicht aus. 

Aus dem Grund haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die wichtigsten Informationen rund um das Thema Niereninsuffizienz zusammenzustellen und uns mit den verschiedenen Futtermarken zu beschäftigen, um Euch das beste Futter für nierenkranke Hunde zu empfehlen. 

Nach unzähligen Einzeltests von Futtersorten können wir das Royal Canin Renal empfehlen. Der Hersteller setzt auf eine geringe Menge Proteine, Natrium und Phosphor. Das ist genau richtig. Zudem enthält es eine gute Menge an Vitaminen, Nährstoffen und ungesättigten Fettsäuren. 

Es ist für alle erwachsenen Hunde geeignet, bei denen eine Niereninsuffizienz festgestellt wurde. Allerdings sollte das Futter nur unter Anweisung des Tierarztes verabreicht werden.

 

Unsere Empfehlung

Royal Canin Renal
Royal Canin Renal ist ein Nassfutter, das als diätisches Hundefutter genutzt wird. Die Rezeptur des Futters ist speziell für nierenkranke Hunde geeignet. Zudem wird die Nierenfunktion unterstützt. Es ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich, um auch den Vorlieben des Hundes entgegen zu kommen.
Empfehlung

Das Royal Canin Renal Nassfutter enthält hochwertige Proteine, wobei der Hersteller auf eine geringe Menge achtet. Nur 5,4% Proteine sind enthalten. Zudem wird nur eine geringe Menge Natrium verarbeitet. Auch die Phosphormenge ist gering gehalten. 

Durch diese Kombination ist das Royal Canin Renal Nassfutter das ideale Futter für einen nierenkranken Hund.

Vervollständigt wird das Nassfutter durch zahlreiche Vitamine, diätische Faser für eine gute Verdauung und Omega-Fettsäuren.

Ein guter Preis Tipp

Eukanuba Renal
(ab 4,42 €/kg)
Das Eukanuba Renal Hundefutter ist speziell für nierenkranke Hunde gedacht. Das Futter ist nur für erwachsene Hunde geeignet, bei denen eine Niereninsuffizienz nachgewiesen wurde. Das Futter hat uns in Sachen Inhaltsstoffe und Preis-Leistung überzeugt.
Preis Tipp

Im Eukanuba Renal Hundefutter befinden sich hydrolysierte Proteine auf tierischer Basis. Allerdings in geringen Mengen. Zudem beinhaltet das Futter Fischöl, sowie getrocknetes Huhn und Pute. 

Die Omega-Fettsäuren wirken gegen Entzündungen und sind gut verdaulich. Mit dem Sojaproteinisolat wird das Fortschreiten der Nierenerkrankung verzögert. Ein Kilogramm des Hundefutters kostet etwa 10,25 Euro.

 

Für wen ist dieser Artikel?

unverträglichkeit beim hund

Unser Artikel ist für Hundehalter geeignet, die einen nierenkranken Hund haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Dackel oder einen Schäferhund handelt. 

Ein nierenkranker Hund braucht spezielles Futter, damit die Lebensqualität nicht eingeschränkt ist und er nicht unter dauerhaften Schmerzen leidet. 

Damit wirklich jeder Hundehalter ein gutes Hundefutter für seinen nierenkranken Hund finden kann, haben wir uns für diesen Artikel viel recherchiert und können euch deshalb guten Gewissens die beiden Produkte oben empfehlen. 

 

 

Was uns wichtig ist 🐶

Bei den verschiedenen Hundefuttermarken für nierenkranke Hunde fiel unser erster Blick auf die Proteine. Ein Hund braucht Proteine um den täglichen Bedarf an Energie zu decken. Allerdings sind die Proteine auch dafür verantwortlich, dass die Nieren sehr beschäftigt sind. Sie entgiften sozusagen das Blut. 

Die Nieren eines nierenkranken Hundes arbeiten nicht mehr richtig. Sie können die Giftstoffe somit nicht mehr ordentlich aussortieren. Aus dem Grund muss im Hundefutter für nierenkranke Hunde ein geringer Anteil an Proteinen enthalten sein. 

Zudem muss es von sehr hoher Qualität sein. Ideal sind Proteine in Premium Qualität, da sie nach den höchsten Richtlinien kontrolliert und verarbeitet werden.

Der zweite Blick fiel auf die Natrium- und Phosphatwerte. In den meisten normalen Futtermarken ist viel Natrium und Phosphat enthalten. Idealerweise wird im Hundefutter für nierenkranke Hunde auf diese Inhaltsstoffe komplett verzichtet. Das ist schwer, aber es gibt mittlerweile gute Futtermarken, die nur einen geringen Anteil von beiden Inhaltsstoffen aufweisen.

 

Welche Ernährung bei Nierendiät?

dackel hund

Das Spezialfutter für nierenkranke Hunde hat im Grunde zwei hauptsächliche Merkmale:

1. Wenige hochwertige Proteine

Im Hundefutter für nierenkranke Hunde sollte viel weniger Protein enthalten sein als im herkömmlichen Futter. Allerdings sollte sas Protein im Gegensatz von hochwertiger Qualität sein. In den Proteinen befinden sich meist sehr viele Giftstoffe, die normalerweise von den Nieren aus dem Blut gefiltert werden.

Ein nierenkranker Hund kann die Giftstoffe nicht mehr entfernen. Deswegen sollte eine geringe Menge an Proteinen enthalten sein, um den Proteinbedarf zwar zu decken, aber den Körper von unnötigen Giften zu verschonen.

2. Phosphatanteil begrenzt

Hundefutter für nierenkranke Hunde sollte einen geringeren Anteil an Phosphat enthalten. Phosphat ist mitverantwortlich für die Nierenerkrankung und kann für einen größeren Schaden sorgen. Damit die Nierenkrankheit nicht fortschreitet, bietet es sich an, weites gehend auf Phosphat zu verzichten.

Zudem ist der Verzicht von Phosphat gut, um der Verkalkung entgegen zu wirken. Mittlerweile gibt es zahlreiche Zusätze für die Nahrung, die bei der Phosphatbindung helfen. Mit diesen Zusätzen wird Phosphat nicht über die Harnwege abgeleitet, sondern über den Magendarmtrakt. Das ist gut für einen nierenkranken Hund. 

 

Die richtige Futterauswahl

hunde trockenfutter
Es gibt unzählige Futtersorten. Doch du brauchst ein spezielles.

Eigentlich sind Hunde, die an einer Niereninsuffizienz leiden schon etwas älter. Sie haben meist keinen Appetit und große Schmerzen beim Fressen. Somit sollte das Hundefutter sehr schmackhaft sein, um das Fressverhalten anzuheizen. 

Bevor Du ein Hundefutter kaufst, solltest Du einen Tierarzt aufsuchen, um die Krankheit abklären zu lassen. Es ist extrem wichtig, ob Dein Hund noch weitere Krankheiten hat. Auch diese Krankheiten müssen bei der Futterwahl berücksichtigt werden. 

Es gibt Krankheiten, die Vorrang vor der Nierenerkrankung haben und darauf muss das Futter abgestimmt sein. Der Tierarzt kann Dir auch gleichzeitig ein Produkt empfehlen, denn viele Tierärzte schwören auf eine spezielle Marke. 

 

Immer frisches Trinkwasser bereitstellen

trinken hund
Dein Hund braucht besonders viel trinken und sollte es sich jederzeit holen können.

Bei einem nierenkranken Hund ist es wichtig, dass er auf keinen Fall dehydriert. Du musst immer darauf achten, dass er ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Aus dem Grund solltest Du Trockenfutter immer mit ein wenig Wasser vermischen. 

Idealerweise solltest Du auf Nassfutter zurückgreifen, das mindestens 60% Feuchtigkeit beinhaltet. Zudem sollten in der ganzen Wohnung einige Näpfe mit frischem Wasser stehen, damit Dein Hund einen problemlosen Zugriff auf Wasser hat. Perfekt wäre ein kleiner Trinkwasserbrunnen.

 

Bisschen Geduld

Das Spezialfutter für nierenkranke Hunde ist nicht immer an die Vorlieben des Hundes ausgerichtet. Aus dem Grund solltest Du ein wenig Geduld mit Deinem Hund haben. Es gibt zwar einige Marken, die DAS Spezialfutter anbieten, aber das richtige Futter muss erst gefunden werden. 

Dein Tierarzt kann Dir dabei helfen, einige Alternativen zu finden, die für Deinen Hund ein wenig schmackhafter sind. Wichtig ist eigentlich nur, dass Dein Hund überhaupt Fressen zu sich nimmt, auch wenn er es eigentlich nicht wirklich mag.

 

Unterschiede bei einer Nierenkrankheit

Es wird beim Hund zwischen zwei Arten von Nierenkrankheiten unterschieden, das akute und das chronische Nierenleiden. 

Die Nieren sind bei beiden Arten immens beeinträchtigt und können ihre Funktion nicht erledigen. Beide Nierenkrankheiten können recht schmerzhaft sein und den Hund in seiner Lebensqualität einschränken. 

Sobald eine Nierenkrankheit erkannt wird, muss sofort das Hundefutter verändert werden. Umstellung auf eine leichte, gut verdauliche Kost ist notwendig. Dadurch werden die Nieren weniger belastet und die Lebensqualität wird beinah vollständig wieder hergestellt.

 

Trockenfutter für nierenkranke Hunde?

Trockenfutter ist das beliebteste Hundefutter und wird täglich verabreicht. Bei einem nierenkranken Hund solltest Du auf die Gabe von Trockenfutter unbedingt verzichten. 

Im normalen Trockenfutter sind Inhaltsstoffe enthalten, die das Nierenleiden verschlimmern. Du musst hier wirklich darauf achten, dass du spezielles Futter für eine Nierendiät holst. Dann kann es auch Trockenfutter sein. Aber bitte achte darauf.

 

Selbstgemachtes Hundefutter für nierenkranke Hunde

barf rohfutter

Auch wenn es heute eine große Auswahl an verschiedenen Hundefuttermarken für nierenkranke Hunde gibt, ist die gesündeste Alternative immer noch hausgemachtes Futter. Du hast alle Produkte, die Du für eine Zubereitung brauchst mit Sicherheit Zuhause. 

Im Grunde brauchst Du nur Reis, Kartoffeln, Eier, gekochtes Gemüse und gekochtes und rohes Fleisch. Diese Zutaten kannst Du ganz einfach miteinander vermischen und schon hast Du ein gesundes Hundefutter für einen nierenkranken Hund. 

Wichtig ist aber, dass nur frische Zutaten verarbeitet werden. Außerdem solltest Du unbedingt auf Gewürze, Konservierungsstoffe, Geschmacksstoffe und Farbstoffe verzichten. Fett darf schon enthalten sein, aber es sollte nicht viel sein. Gerade ein nierenkranker Hund sollte nicht zu viel Fett aufnehmen.

 

Portionierung bei selbstgemachten Futter

Grundsätzlich sollte Dein Hund den ganzen Tag Zugang zu frischem Wasser haben. Dazu kommt dann das selbstgemachte Futter. Die Mahlzeiten müssen über den Tag verteilt gegeben werden. 

In der Regel sollte das Gewicht des Hundes als Grundeinheit genommen werden. Pro Tag braucht Dein Hund etwa 2% – 3% seines Gewichts an Futter.

 

Wo finde ich gute Rezepte?

Es gibt zahlreiche proteinreduzierte Rezepte, die von Hundebesitzern im Internet zur Verfügung gestellt werden. Dort findest Du nicht nur alle Zutaten, sondern auch die richtige Zubereitungsart. 

Ein weiterer Anlaufpunkt kann Dein Tierarzt sein. Auch er kann bei der Auswahl der richtigen Rezepte helfen. Beim selbst kochen sind die Zutaten wichtig und dass keine unnötigen Beigaben eingekocht werden.

 

Snacks für nierenkranke Hunde

Du brauchst auf die Zugabe von Snacks bei einem nierenkranken Hund nicht verzichten. Du solltest nur auf einige Dinge achten. 

Es gibt spezielle Hundesnacks, die nahrhaft sind und mit vielen wichtigen Inhaltsstoffen angereichert sind. In den Snacks sollten Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Fischöl, Vitamin B-Komplex und Omega-3- und -3-Fettsäuren enthalten sein. 

 

Nierengesunde Leckerli selbst machen

Eine gute Möglichkeit, um dem nierenkranken Hund ausreichend Nährstoffe zuzuführen sind Leckerli. Aber gerade nierenkranke Hunde müssen mit äußerster Vorsicht behandelt werden. Allerdings kannst Du die Leckerli auch ganz einfach selber machen. Dazu brauchst Du nur Nassfutter für nierenkranke Hunde und es so vorbereiten:

  1. Aus dem Nassfutter 1cm dicke Kekse formen.
  2. Auf Backpapier auslegen und bei 180 Grad in den Backofen geben.
  3. 30 Minuten mit Ober- und Unterhitze backen lassen.
  4. Nach 15 Minuten die Kekse wenden.
  5. Herausnehmen und einige Zeit abkühlen lassen.
  6. Fertig sind die gesunden Leckerli für Deinen nierenkranken Hund.
Die fertigen Leckerli können bequem im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie sollten innerhalb von einer Woche verbraucht werden.
 

Worauf sollte ich bei Leckerli achten?

Damit das gekaufte Leckerli für Deinen nierenkranken Hund auch geeignet ist, sind der Phosphor- und Eiweißgehalt, die Eiweißqualität und der Salzgehalt immens wichtig. 

Eine Nierendiät funktioniert nur gut, wenn hochwertiges Eiweiß aufgenommen wird. Das besitzt die beste Verdaulichkeit und punktet mit biologischer Wertigkeit. 

Generell sind alle Leckerli auf dem Markt ungeeignet für nierenkranke Hunde. Ihre Eignung kannst Du aufgrund von diesen Faktoren feststellen:

  1. Die Eiweißqualität muss sehr gut sein. In der Regel ist der Eiweißgehalt zwar deklariert, aber das sagt nichts über die Qualität aus. Deswegen scheiden Produkte wie Kopfhaut, Ochsenziemer, Rinderhautknochen usw. als Leckerli aus.

  2. Der Eiweißgehalt wird durch getrocknetes Fleisch geliefert. Der Gehalt ist sehr hoch, denn meist besteht es aus Eiweißkonzentrat.

  3. Der Phosphorgehalt ist bei vielen Leckerli nicht deklariert. Aber gerade das muss beachtet werden. Entweder bietet es sich an, beim Hersteller nachzufragen oder Du leitest es selbst ab. Grundsätzlich ist ein hoher Proteingehalt gleichbedeutend mit einem hohen Phosphorgehalt.

  4. Bei nierenkranken Hunden sollte auch auf den Salzgehalt geachtet werden. Auf der Verpackung ist das meist als Natriumchlorid gekennzeichnet. Viele Hersteller verzichten auf diese Deklarierung. In der Regel ist der Salzgehalt bei allen Leckerli sehr hoch und somit für nierenkranke Hunde ungeeignet.

Empfohlene Inhaltsstoffe und Anteile

Folgende Angaben gelten für die Trockensubstanz:

  • Proteine (Eiweiß)      14 bis 20% 
  • Phosphor                  0,2 bis 0,5%
  • Natrium (Salz)           unter 0,3%

 

Weiterführende Quelle:

 

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